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12.02 Schweizer Arbeitslosigkeit steigt leicht an

US-Zinsen: Keine baldige weitere Erhöhung erwartet..


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Raiffeisen : Economic Research Wochenausblick


In der Schweiz ist die Arbeitslosigkeit im Januar auf den höchsten Stand seit rund sechs Jahren geklettert. Obwohl der Anstieg der Arbeitslosenquote von 3.7% auf 3.8% im Januar stark saisonal geprägt ist, fällt insbesondere der im Vergleich zum Vorjahr deutliche Anstieg im Bau- und Gastgewerbe auf, was nicht zuletzt dem schneearmen dafür aber regnerischen Januar geschuldet sein dürfte. Ebenso spürt das Gastgewerbe nach wie vor den starken Franken, der gegenüber dem Euro jüngst wieder etwas aufgewertet hat und sich auch weiterhin dämpfend für die nächste Woche zur Veröffentlichung anstehenden Exportzahlen auswirken dürfte.

Gedämpft fallen auch die Erwartungen für das japanische BIP im Schlussquartal 2015 aus. Vor allem aufgrund der schwachen Konsumdaten infolge der weiterhin sinkenden Reallöhne dürfte Japans Konjunktur in den letzten drei Monaten stagniert haben. Gleichzeitig droht für die japanische Wirtschaft zusätzliches Ungemach durch die deutliche Erstarkung des Yens, welchen die Anleger angesichts zunehmender Sorgen um die chinesische und amerikanische Wachstumsdynamik immer stärker als Fluchtwährung nutzen. Dagegen vermögen auch die vor zwei Wochen eingeführten Negativzinsen der Bank of Japan nichts auszurichten: Der Yen notiert gegenüber dem Dollar mittlerweile auf dem höchsten Stand seit Sommer 2014, was die Exporte entsprechend verteuert. Die Wahrscheinlichkeit für weitere geldpolitische Massnahmen hat sich damit nochmals erhöht.

Geldpolitische Massnahmen in Form von weiteren Zinsanhebungsschritten standen ebenfalls im Fokus Janet Yellens Rede vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Dabei betonte die Notenbank-Chefin zwar, am eingeschlagenen Kurs der schrittweisen Zinserhöhungen grundsätzlich festhalten zu wollen, hob aber gleichzeitig hervor, dass die Fed angesichts der Entwicklungen der chinesischen Wirtschaft sowie anhaltender Börsenturbulenzen das Tempo nicht zu stark steigern werde. Im Gegenteil – sollte die weitere Wirtschaftsentwick lung in den USA zu sehr enttäuschen, werde die Zinsnormalisierung langsamer von statten gehen, als noch im Dezember angedeutet. Damals gingen die Fed-Vertreter noch von bis zu vier Zinsschritten im laufenden Jahr aus, was von uns stets als zu ambitioniert beurteilt worden ist. Mittlerweile gehen die Marktbeobachter nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 30% von einer weiteren Zinserhöhung im aktuellen Jahr aus. Dieser geringe Glaube an weitere graduelle Zinserhöhungen in den kommenden Monaten spiegelt sich auch im anhaltenden Trend fallender Renditen bei den US-Staatsanleihen wider. Seit Jahresbeginn haben die 10-jährigen Anleihen bereits um mehr als 60 Basispunkte nachgegeben und notieren gegenwärtig auf dem tiefsten Renditeniveau seit mehr als einem Jahr. Vor dem Hintergrund enttäuschender Konjunkturdaten präsentiert sich das Umfeld für weitere Zinsschritte zusätzlich schwierig, auch wenn sich die amerikanische Wirtschaft zwar mit Eintrübungstendenzen konfrontiert sieht aber unserer Meinung nach noch weit von einer rezessiven Entwicklung entfernt sein dürfte .

Von der Frage um die Geschwindigkeit bei der Einengung des Regimes der ultralockeren Geldpolitik ist man in der Eurozone noch weit entfernt. Denn angesichts der – hauptsächlich infolge der anhaltenden Baisse bei den Energiepreisen – nicht vom Fleck kommen wollende Inflationsrate dürfte EZBPräsident Mario Draghi schon im März die bereits negativen Einlagezinsen nochmals senken. Doch obwohl die Währungsunion sich nach wie vor auf dem Pfad einer moderaten Konjunkturerholung befindet, vermag der geldpolitische Lockerungs-Aktivismus der EZB die Wirtschaft insgesamt nicht zu befeuern. Mit Blick auf die Währung geht der Wettlauf um tiefe Zinsen dennoch weiter. So hat die schwedische Notenbank den Leitzins in der ausgehenden Woche überraschend stark gesenkt. Auch in der Schweiz preisen die Zinsmärkte eine weitere Senkung durch die SNB in den kommenden Monaten ein – wovon wir allerding nicht ausgehen, sollte sich EUR/CHF um 1.10 halten.

Quele: BONDWorld.ch


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