LGT Navigator : Das Risiko eines unkontrollierbaren und nachhaltigen Inflationsschubs wächst und die Befürchtungen hinsichtlich einer noch restriktiveren Geldpolitik und eines Einbruchs der Weltwirtschaft nehmen zu.
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Vor diesem Hintergrund bleiben die Aktienmärkte angeschlagen. Währenddessen legte der US-Dollar als sicherer Hafen zu und drückte den Euro auf ein Fünfjahrestief.
An der Wall Street blieben die Aktienindizes am Donnerstag weiterhin unter Druck, insbesondere gegen Ende des Handelstages. Der Dow Jones Industrial schloss bei 31’730.30 Punkten, -0.33% tiefer als am Vortag und weitete damit den Verlust seit Jahresbeginn auf knapp -13% aus. Der breitgefasste S&P 500 gab um -0.13% nach und beendete den gestrigen Handelstag bei 3’930.08 Punkten. An der Technologiebörse Nasdaq konnten sich die Indizes halten und gingen fast unverändert aus dem Handel. Seit Jahresbeginn verloren die Tech-Aktienindizes vor dem Hintergrund der Zinswende in den USA und der Aussicht auf weiter steigende Zinsen aber gut -25%.
Die asiatischen Märkte tendierten zum Wochenschluss hingegen mehrheitlich im positiven Bereich. In Tokio gewinnt der Nikkei 225 rund +2.5% und in Hongkong notiert der Hang Seng rund +2% höher. In Shanghai legt der Composite-Index um etwa +0.6% zu.
Am Währungsmarkt profitierte der US-Dollar weiterhin von den Zinserwartungen und drückte den Euro bis auf 1.0375 – das tiefste Niveau seit Anfang 2017. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen gab gleichzeitig auf 2.87% nach.
Leichte Entspannung bei US-Erzeugerpreisen
Wie bei den Verbraucherpreisen hat sich auch die Dynamik bei den Produzentenpreisen in den USA im April minimal abgeschwächt. Auf Jahressicht erhöhten sich die Erzeugerpreise um +11.0% verglichen mit einer Steigerungsrate von +11.5% im März. Analysten hatten im Schnitt aber mit einem etwas kräftigeren Rückgang auf +10.7% gerechnet. Die Entwicklung der Erzeugerpreise fliesst jeweils zeitlich verzögert in die Verbraucherpreise ein und beeinflusst damit massgeblich die Ausrichtung der amerikanischen Zentralbank.
EZB-Spitze rechnet anscheinend bereits mit mehrfachen Zinsschritten
Wie Bloomberg berichtete, sollen einige Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) nach einer Zinswende im Juli von zwei weiteren Zinserhöhungen bis zu Beginn des nächsten Jahres ausgehen. Dies spiegelt in etwa die Einschätzung des Geldmarkts, der derzeit von drei Zinsschritten der EZB bis Jahresende ausgeht.
Powell als US-Notenbankchef für zweite Amtszeit bestätigt
Der Senat in Washington hat Jerome Powell (69) mit einer grossen Mehrheit von 80 zu 19 für eine zweite vierjährige Amtszeit an der Spitze der amerikanischen Zentralbank bestätigt. Powell ist seit Februar 2018 Vorsitzender der Federal Reserve (Fed) und wurde vom damaligen Präsident Donald Trump nominiert.
Wirtschaftskalender 13. Mai
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:45 | FR | Verbraucherpreise (April, J/J) | +5.4% |
| 09:00 | ES | Verbraucherpreise (April, J/J) | +8.3% |
| 11:00 | EZ | Industrieproduktion (März, J/J) | +2.0% |
| 14:30 | USA | Importpreise (April, M/M) | +2.6% |
| 16:00 | USA | Konsumentenstimmung (Mai) | 65.2 |
Unternehmenskalender 13. Mai
| Land | Unternehmen | Periode |
| DE | Deutsche Telekom | Q1 |
Quelle: BondWorld.ch
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