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LGT Navigator: US-Börsen beenden Verlustserie

LGT Navigator : An der Wall Street verzeichneten die wichtigsten Indizes nach einer mehrwöchigen Talfahrt erstmals wieder Gewinne auf Wochenbasis. In den USA hat sich die Teuerung im April abgeschwächt, bleibt aber auf hohem Niveau. Vertreter der Europäischen Zentralbank bekräftigen ihre Absichten, im Juli erstmals die Leitzinsen zu erhöhen.

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Die amerikanischen Börsen haben die Aufholjagd am Freitag fortgesetzt. Die drei wichtigsten Indizes verzeichneten auf Wochenbasis Gewinne, wobei der Dow Jones mit +6.2% eine achtwöchige Verlustserie beendete – die längste seit 1932. Der S&P 500 kletterte im Wochenvergleich um +6.5% und der Nasdaq Composite legte in der gleichen Zeitspanne +6.8% zu. Die beiden Indizes beendeten damit eine siebenwöchige Talfahrt. Den Grossteil der Gewinne verzeichneten die Aktienmärkte in der zweiten Wochenhälfte. Besser als erwartete Unternehmensergebnisse aus dem Detailhandel sowie die Abschwächung der Inflation sorgten für gute Stimmung. Trotz der jüngsten Rally notieren die Börsen seit Jahresbeginn deutlich im Minus.

In Asien sind die Märkte freundlich in die neue Woche gestartet. In Tokio gewinnt der Nikkei mehr als +2%. In Hongkong klettert der Hang Seng +1.9% und der Shanghai Composite avanciert +0.3%. Zur guten Stimmung dürften die Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen in den Metropolen Peking und Shanghai beitragen, die am Wochenende beschlossen wurden.

Die US-Börsen bleiben am heutigen Montag feiertagsbedingt geschlossen.

US-Inflation schwächt sich ab

Die Teuerung hat sich in den USA im April leicht abgeschwächt. Gegenüber dem Vorjahresmonat haben sich die Konsumentenpreise gemessen am PCE-Index um +6.3% verteuert, meldete das US-Wirtschaftsministerium am Freitag. Im März lag die Inflation noch bei +6.6%. Die Kerninflation, bei der die Energie- und Nahrungsmittelpreise ausgeklammert werden, betrug +4.9% und notierte damit ebenfalls niedriger als im Vormonat (+5.3%). Die Konsumenten rechnen dennoch auch weiterhin mit einer hohen Teuerung. Für das laufende Jahr erwarten sie einen Preisanstieg von +5.3%. Entsprechend schlecht ist die Konsumlaune, die im Mai gemäss jüngsten Umfragen auf den niedrigsten Stand seit 2011 gefallen ist. Der PCE-Index, der auf den Konsumausgaben basiert, ist eine der zentralen Grössen, an der die US-Notenbank (Fed) ihre Geldpolitik ausrichtet. Angesichts der hohen Inflation hat das Fed dieses Jahr begonnen, die Leitzinsen zu erhöhen.

EZB ebnet Weg für ersten Zinsschritt im Juli

Die Europäische Zentralbank (EZB) stellt die Finanzmärkte auf einen ersten Zinsschritt im Sommer ein. So erklärte Bundesbankpräsident Joachim Nagel gegenüber dem Nachrichtenmagazin «Spiegel»: «Aus meiner heutigen Sicht müssen wir dann im Juli einen ersten Zinsschritt machen und weitere in der zweiten Jahreshälfte folgen lassen». Damit untermauert er Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die bereits vergangene Woche eine Straffung der Geldpolitik signalisiert hat und ebenfalls einen ersten Zinsschritt für Juli in Aussicht gestellt hat. Ausserdem hatte sie erklärt, dass das Regime der Negativzinsen bis Ende des dritten Quartals enden könnte. Die Finanzmärkte erwarten derzeit einen Zinsanhebung um 25 Basispunkte im Juli.

Ifo erwartet Rückgang der Teuerung

Das Ifo-Institut erwartet in der zweiten Jahreshälfte einen leichten Rückgang der Inflation in Deutschland. Demnach hat eine Umfrage des Instituts im Mai ergeben, dass die Preiserwartungen verglichen zum Vormonat leicht gesunken sind. Zwar sei der entsprechende Index noch immer hoch. Doch die Tendenz spreche dafür, dass die jährliche Inflationsrate im zweiten Semester von über 7% auf unter 6% fallen werde. Im April kletterte die Teuerung in Deutschland auf +7.4% und erreichte damit den höchsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung 1990.

Wirtschaftskalender 30. Mai

MEZLandIndikatorLetzte Periode
00:00USAFeiertag (Memorial Day) 
08:00DEImportpreise (April, J/J)+31.2%
09:00CHKOF Konjunkturbarometer (Mai)101.7
11:00EZWirtschaftsstimmung (Mai)105.0
11:00EZGeschäftsklima (Mai)1.98
11:00EZKonsumentenvertrauen (Mai)-21.1
14:00DEVerbraucherpreise (April, J/J)+7.8%

Unternehmenskalender 31. Mai

LandUnternehmenPeriode
USAHewlett-PackardQ2
USASalesforceQ1

Quelle: BondWorld.ch


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