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Jupiter : Regierungen bringen ihre Anleihenmärkte in die Schusslinie

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Jupiter : Durch das volatile Makroumfeld haben sich die Fundamentaldaten von Staatsanleihen in diesem Jahr so stark verändert wie zuletzt vor der globalen Finanzkrise.

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von Mark Nash, Investment Manager, Fixed Income – Absolute Return, bei Jupiter Asset Management


So haben sich Makroinvestoren hervorragende Anlagebedingungen geboten. In diesem Umfeld haben bestimmte Makro-Regimes Markttrends hervorgebracht, von denen flexible Portfolios profitieren können. Dafür musste der Portfolioaufbau jedoch kontinuierlich angepasst werden, da die Markteinschätzungen zu Wachstum und Inflation nicht statisch geblieben sind.

Im Jahr 2022 stehen die Industrieländer durch externe und interne Faktoren unter Druck. Die Sanktionen, mit denen der Westen auf den russischen Einmarsch in der Ukraine reagiert hat, haben den grössten Brenn-stoffproduzenten von der Weltwirtschaft ausgeschlossen und eine neue Ära teurer und unelastischer globaler Energiemärkte eingeläutet. Der fehlende Zugang zu billiger Energie beschleunigt den Deglobalisierungstrend. Die starken Volkswirtschaften haben die hohen Energiekosten in Form hochschnellender Inflationsraten zu spüren bekommen, Volkswirtschaften ohne ausreichende einheimische Energieressourcen zudem in einer Verschlechterung ihrer Handelsbilanzen.

An den Staatsanleihenmärkten zeichnet sich eine Trennung zwischen Staaten mit und Staaten ohne natürliche Ressourcen ab. Dadurch verschwimmt die bisherige Aufteilung in „entwickelte“ und „aufstrebende“ Märkte. Die Bewertungen der Anleihen von ressourcenreichen Ländern werden durch eine geringere Inflation und einen geringeren fiskalischen Stress gestützt – alle anderen müssen höhere Renditen bieten. Wenn die Blase auf den westlichen Anleihenmärkten platzt, werden sowohl der Stress durch Zahlungsausfälle als auch die Probleme auf dem Immobilienmarkt zunehmen und das Wachstum beeinträchtigen. Der breit angelegte und frontlastige Ausverkauf von Anleihen könnte schon bald seinen Höhepunkt erreichen. Die makroökonomischen Divergenzen zwischen den Volkswirtschaften nehmen jedoch weiter zu, und die Reaktion der Zentralbanken und Regierungen auf die jeweiligen Gegebenheiten wird das Renditeniveau, die Form der Zinskurve und die Wechselkurse bestimmen.

Quelle: BondWorld


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