Federated Hermes : Marktupdate: Die Ölpreise sind in dieser Woche weiter gesunken, und zwar so stark wie seit Januar 2022 nicht mehr. Auch der Dollar hat sich in diesem Monat bisher deutlich abgeschwächt.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
Silvia Dall’Angelo, Senior Economist bei Federated Hermes Limited
Signalisiert dieser Abwärtstrend, dass der Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank Fed nun bald seinen Höhepunkt erreicht hat?
„Der Dollar hat sich in diesem Monat bisher deutlich abgeschwächt, nach einem Rekordhoch Ende September, das sich auch im Oktober größtenteils behauptete. Ein schwächerer Dollar bedeutet weltweit leichtere Finanzbedingungen. Außerdem ist ein schwächerer Dollar insbesondere für die Schwellenländer eine Erleichterung, die bereits mit den Nachwirkungen der Pandemie aufgrund der höheren Verschuldung zu kämpfen haben. Dieser Abwärtstrend spiegelt weitgehend die Erwartung der Finanzmärkte wider, dass der Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank bald seinen Höhepunkt erreicht hat. Zudem haben andere große Zentralbanken in jüngster Zeit ebenfalls teilweise zur US-Notenbank aufgeschlossen, wodurch sich die Zinsdifferenz, eine der Triebkräfte der Devisenmärkte, verringert hat.
Die Fed dürfte sich mit einer verfrühten Lockerung der inländischen Finanzbedingungen aufgrund eines schwächeren Dollars unwohl fühlen, da die Inflation immer noch zu hoch ist. Die Glaubwürdigkeit der Fed steht auf dem Spiel, da die erhöhte und breit angelegte Inflation vor dem Hintergrund eines angespannten Arbeitsmarktes durch Zweitrundeneffekte weiter ansteigen könnte. Die jüngsten Verbraucherpreisdaten aus den USA waren zwar einigermaßen beruhigend, lassen aber keinen neuen Trend erkennen. Und die kürzlich aktualisierten, auf Umfragen basierenden Inflationserwartungen fielen durchwachsen aus.“
Quelle: BondWorld
Newsletter





