Seit der Aufhebung der Eurountergrenze stockt der Schweizer Wirtschaftsmotor. Der starke Franken und die Wachstumsabschwächung in den Schwellenländern hinterlassen Spuren……
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Raiffeisen Economic Research- Weitblick 4Q15
Das kann aktuell auch durch die robuste Erholung in der Eurozone nicht kompensiert werden. Im Q3 setzte sich die konjunkturelle Stagnation in der Schweiz fort und gegenüber dem Vorjahresquartal resultierte noch ein Wachstum von 0.7% (siehe Grafik).

Aussenhandel bricht nicht ein
Die Herausforderungen im Export führten allerdings nicht zu einem Einbruch des Aussenhandels. Die Ausfuhren waren nominal zwar deutlich rückläufig, die Volumen konnten aber insgesamt gehalten werden, zu entsprechend tieferen Preisen und Margen. Für die Entwicklung der Exporte zeichnet sich in den kommenden Quartalen eine moderate Entspannung ab. Die Schwellenländer dürften sich zwar nur langsam vom der rohstoffbedingten Wachstumsverlangsamung erholen. Dagegen erwarten wir weiterhin eine leichte Abschwächung des Frankens gegenüber dem EUR auf 1.14 in 12 Monaten. Zum USD zeigt sich die Situation bei einem Wert um Parität bereits vorteilhaft für den Aussenhandel.
Privater Konsum stützt Wirtschaft
Der private Konsum trägt auch aktuell bedeutend zur Stützung der Schweizer Wirtschaft bei. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt verschlechtert sich zwar seit Jahresbeginn graduell, aber ohne einen dramatischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Zuletzt waren rund 10’000 Personen mehr als arbeitslos gemeldet als noch Ende 2014. Die Arbeitslosenquote beläuft sich somit auf 3.4% und dürfte bis Ende 2016 moderat auf 3.7% ansteigen (siehe Grafik). Durch die anhaltend hohe Zuwanderung und steigende Beschäftigung erwarten wir aber weiterhin solide Wachstumsbeiträge vom privaten Konsum.
Rückläufige Konjunkturindikatoren
Die Konjunkturindikatoren deuten an, dass das wirtschaftliche Umfeld in den kommenden Monaten herausfordernd bleibt. Das KOF-Konjunktur-Barometer ist im November überraschend deutlich gefallen und weist nun einen Wert unter dem langfristigen Durchschnitt auf (siehe Grafik). Und auch der Schweizer Einkaufsmanagerindex liegt wieder unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Somit erwarten wir auch im Schlussquartal nur ein bescheidenes BIP-Wachstum. Wir gehen für das Gesamtjahr 2015 von einem Anstieg von 0.7% aus. Auch 2016 dürfte das Schweizer Wirtschaftswachstum nur knapp 1.0% betragen und damit nochmals unter Potential bleiben. Die Perspektiven für das globale Wirtschaftswachstum und die nur leichte erwartete Frankenabwertung verhindern eine stärkere Erholung.
Quelle: BondWorld.ch
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