BMO GAM : Priorisiert sind Klimawandel und Biodiversität, chemische Industrie, Menschenrechte und ESG–Risikokennzahlen bei der Vergütung von Führungskräften
Alice Evans, Co–Head of BMO GAM’s Responsible Investment team
Die im Jahr 2021 erfolgten 1773 Engagements mit 940 Unternehmen sorgen für eine
anhaltende Dynamik, um positive ESG– und Investitionsergebnisse zu erzielen
BMO Global Asset Management (EMEA), kurz BMO GAM (EMEA) und jetzt Teil von Columbia Threadneedle Investments, veröffentlicht heute seine Engagement–Prioritäten für 2022. Das Ziel: Unternehmen weiter bei der Förderung positiver Nachhaltigkeitsergebnisse zu unterstützen. Die Zusammenarbeit zu wichtigen Umweltthemen wie Klimawandel und Biodiversität, aber auch zu Menschenrechtsfragen und zur Vergütung von Führungskräften soll weiter intensiviert werden.
Claudia Wearmouth, Co–Head des Responsible Investment–Teams bei BMO GAM (EMEA), sagte: „Das vergangene Jahr mit Ereignissen wie extremen Wetterlagen und einer anhaltenden Pandemie haben gezeigt, wie wichtig es ist, eine widerstandsfähigere Zukunft zu schaffen. Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Menschenrechte sind Themen, die dringendes Handeln erfordern.“
„Active ownership ist ein Eckpfeiler unserer Arbeit. Unsere Aufgabe ist, die Stimmen unserer Kunden zu bündeln und bei den Unternehmen zu verstärken. Es kann einige Zeit dauern, innerhalb eines Unternehmens einen Konsens für Veränderungen zu erreichen und die nötigen Instrumente zu entwickeln. Wir unterstützen Firmen auf diesem Weg; allerdings wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit im Jahr 2022 auch sein, Unternehmen für ihre Verpflichtungen zur Rechenschaft zu ziehen.“
Klimawandel und Artenvielfalt bleiben Kernthemen
BMO GAM (EMEA) arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit Unternehmen zusammen, um die Einführung von klimafreundlichen Geschäftsmodellen zu fördern. Dieser Fokus bleibt auch 2022 bestehen, wobei das Engagement für Klimaschutz auf den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 in Industrieländern beziehungsweise bis 2050 in Entwicklungsländern konzentriert sein wird. Beides ist für das Erreichen der Pariser Ziele unerlässlich. Das Engagement wird alle Sektoren umfassen. Aufbauend auf den Bemühungen im Jahr 2021 wird BMO GAM (EMEA) dabei die Bergbau– und Versorgungsindustrie besonders in den Blick nehmen: Das Engagement in diesen Sektoren hatte Länder und Unternehmen mit Nachholbedarf identifiziert, in denen das grösste Potenzial für Veränderungen besteht – darunter die USA, Japan und Südkorea.
Darüber hinaus wird BMO GAM (EMEA) Unternehmen hinsichtlich ihrer Netto–Null–Zusagen prüfen, und wenn nötig Rechenschaft ablegen lassen, sowie mit Finanzinstituten zusammenarbeiten, um die Umsetzung von Netto–Null–Strategien sicherzustellen. Das schliesst eine sorgfältig gesteuerte Verringerung von Kohle, Öl und Gas in Kredit– und Versicherungsportfolios ein.
Alice Evans, Co–Head of BMO GAM’s Responsible Investment team, ergänzt: „Die COP26 im November 2021 hat das Ausmass der Herausforderung bei der Bewältigung des Klimawandels noch deutlicher gemacht. Sie hat sich aber auch als Katalysator für Massnahmen erwiesen. Der Druck auf den privaten Sektor, sich zu verpflichten, hat dazu geführt, dass über 3.000 Unternehmen und Finanzinstitute Netto–Null–Verpflichtungen eingegangen sind. Diese Akteure repräsentieren ein Vermögen von 130 Billionen Dollar. Es gibt viele Bedenken wegen ‚Net–Zero– Washings‘. Unsere Engagement–Agenda für 2022 ist stark auf die Umsetzung konzentriert, um
sicherzustellen, dass diese Verpflichtungen durch konkrete Dekarbonisierungs–massnahmen untermauert werden.“
Zudem hat BMO GAM (EMEA) 2021 die biologische Vielfalt als einen Schwerpunkt akzentuiert, der in diesem Jahr fortgesetzt wird: Die Zusammenarbeit mit Unternehmen in den kritischsten Sektoren wie Lebensmittel und Getränke, Rohstoffe, Materialien, Transport und Finanzen wird verstärkt, um Strategien, Governance, Ziele und Messgrössen zur Minderung von Biodiversitätsrisiken festzulegen.
ESG–Risiko–Messgrössen bei der Vergütung von Führungskräften
Robuste Netto–Null–Strategien erfordern eine Stärkung der Kompetenz und der Überwachung von Klimarisiken und –chancen auf Vorstandsebene sowie eine mit dem Erreichen klimabezogener Ziele verknüpfte Vergütung von Führungskräften. Im Rahmen der Bemühungen, Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen, wird BMO GAM (EMEA) mit Gesellschafften aus den Bereichen Öl und Gas, Bergbau, Werkstoffe, Energieversorgung, Transport und Automobil sowie Finanzinstituten darüber sprechen, wie die Vergütung von Führungskräften mit der Klimastrategie verknüpft ist.
BMO GAM (EMEA) erwartet insbesondere, dass die Ziele so gestaltet werden, dass die Anreize für Führungskräfte mit den Interessen der langfristigen Aktionäre in Einklang gebracht werden. BMO GAM (EMEA) wird sich für die Einführung risikobezogener Vorbedingungen für die Gewährung von Boni einsetzen, um sicherzustellen, dass bei einer sich eventuell verschlechternden Finanzkraft oder Kreditqualität eines Unternehmens keine unangemessenen Anreize gezahlt werden.
Blickpunkt chemische Industrie
Angesichts des Klimawandels, der das Ausmass und die Auswirkungen extremer Wetterereignisse verändert, wird BMO GAM (EMEA) mit Unternehmen zusammenarbeiten, deren Lieferketten oder Tätigkeiten in sehr anfälligen Gebieten liegen. Das Ziel lautet: die aktuelle Risikobewertung und – minderung zu verbessern, wobei der Schwerpunkt auf der chemischen Industrie liegt. Das Engagement
soll helfen, Chemieunternehmen zu einem nachhaltigen Wandel zu ermutigen – indem sie
Treibhausgasemissionen senken, schädliche Auswirkungen auf lokaler Ebene minimieren, Plastikmüll verringern und in Recyclingtechnologien investieren, um bei Kunststoffabfällen „den Kreis“ durch die Einführung einer Kreislaufwirtschaft zu schliessen.
Schutz von Menschenrechten in den Lieferketten
Wirksame Managementpraktiken für Lieferketten sind für den Schutz von Menschenrechten von entscheidender Bedeutung. BMO GAM (EMEA) wird 2022 den Dialog mit Unternehmen suchen, um die die Menschenrechte betreffende Sorgfaltspflicht in der gesamten Lieferkette umzusetzen. Dies ist Teil der Bemühungen, Menschenrechte zu schützen sowie die Geschäftskontinuität und die Praktiken des
Lieferkettenmanagements an sich zu verbessern.
Darüber hinaus wird sich das Responsible Investment–Team von BMO GAM (EMEA) darauf konzentrieren, die Qualität von Audits zu gewährleisten und bei Unternehmen in der Bekleidungs–, Einzelhandels– und Dienstleistungsbranche dafür zu sorgen, dass sie ihren Verpflichtungen in Bezug auf Menschenrechte und Arbeitsnormen in angemessener Weise nachkommen.
Bei BMO GAM (EMEA) arbeitet ein 25–köpfiges Responsible Investment–Team, das sich mit Unternehmen aus allen Sektoren befasst. Im Jahr 2021 arbeiten die Experten mit 940 Unternehmen in 49 Ländern zusammen, was zu 388 Meilensteinen führte (Resultate als Ergebnis eines direkten Engagements).
Als Teil von Columbia Threadneedle Investments wird die kombinierte Gruppe weiterhin die führende Expertise von BMO GAM (EMEA) im Bereich verantwortungsbewussten Investierens nutzen, um durch aktives Management Veränderungen zu bewirken, Kundenergebnisse zu erzielen und eine nachhaltigeZukunft zu ermöglichen
Quelle: AdvisorWorld.ch
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