Image

Carmignac’s Note : Anlagestrategie März 2016

Devisen Das prägende Phänomen der vergangenen zwei Monate war der massive Wertzuwachs des japanischen Yen, der seit Jahresbeginn gegenüber dem Euro fast 5% gewann……  

Carmignac’s Note -März 2016

Von Didier Saint-Georges Mitglied des Investmentkomitees Managing Director


Dieser Anstieg vollzog sich im Rahmen der intensiven Suche von Anlegern nach „sicheren Häfen“ angesichts zunehmender Zweifel auf die Auswirkung der Geldpolitik auf die Wirtschaft. Bemerkenswert ist insbesondere, dass die Umsetzung einer Politik negativer Zinsen durch die Bank of Japan den Aufwärtstrend der japanischen Währung nicht gebremst hat. Der Euro war äußerst volatile und ist seit Jahresbeginn gegenüber dem US-Dollar letztendlich leicht gestiegen, trotz verschiedener Äußerungen von EZB-Vertretern. Unsere Währungsstrategie, in der wir besonders auf den japanischen Yen setzen, hat zu Beginn dieses Jahres einen positiven Beitrag zur Wertentwicklung unserer Fonds geleistet.

Anleihen

Die Zahlen der realen Inflation in den USA haben sich verbessert, vor allem aufgrund der Inflation bei Wohnungen und medizinischen Dienstleistungen. Allerdings haben sich die Inflationserwartungen, gemessen an 5-jährigen Inflationsswaps in 5 Jahren weiter abgeschwächt. Diese Divergenz schafft ein Dilemma für die FED im Hinblick auf die Fortsetzung ihrer Politik der geldpolitischen Straffung. Klarer ist die Lage in Europa, wo sowohl die reale Inflation als auch die Inflationserwartungen einem Abwärtstrend folgen. Das lässt erneute Maßnahmen der EZB zur Bekämpfung des Deflationsdrucks vermuten.

Sowohl unsere Positionen in Staatsanleihen der europäischen Peripherieländer als auch in amerikanischen Staatspapieren haben von den zunehmenden Zweifeln im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum und auf die Fähigkeit der Zentralbanken, ihre Inflationsziele zu erreichen, profitiert. Auf dem Kreditmarkt ging es hingegen volatiler zu, insbesondere im Segment der hochverzinslichen Unternehmensanleihen. Unsere Strategie in diesem Segment besteht darin, uns in hochwertigen Unternehmensanleihen zu positionieren und unser zugrunde liegendes Marktexposure dahingehend abzusichern, dass wir allein die relative Performance unserer Titelauswahl sicherstellen.

Aktien

Die Märkte gingen mit einer massiven Korrektur in das neue Jahr, die keine Region verschonte: Europäische Aktien verzeichneten mit die schwächsten Wertentwicklungen. Die Dynamik des Wirtschaftsaufschwungs wird angesichts der Konjunkturschwäche vor allem in Europa immer mehr in Frage gestellt. Dies lässt die Anleger an der positiven Konsensmeinung zu Jahresbeginn zweifeln. In diesem Umfeld konnten wir durch unsere sehr defensive Positionierung mit einem Aktienexposure, das nahe an seinen zulässigen Mindestwerten liegt, den Schock abfedern. Um unser Risikomanagement zu verstärken, haben wir zu Jahresbeginn eine kleine Position in Goldminenbetreibern aufgebaut, die im Februar von ihrem Status als „sicherer Hafen“ profitierten. Parallel hierzu haben wir versucht, das Verhalten der Anleger zu nutzen, um uns zu günstigen Einstiegskursen in Unternehmen zu positionieren. Diese hatten trotz solider Fundamentaldaten unter der Welle wahlloser Verkäufe zu leiden. Vor allem im amerikanischen Energiesektor haben wir diese Art von Unternehmen ausfindig gemacht und haben dort in jüngster Zeit ausgewählte Käufe in Titeln wie Concho Resources oder Hess Corporation getätigt, um unsere Position in Anadarko Petroleum Corporation zu ergänzen.

Rohstoffe

Der Carmignac Portfolio Commodities hat sich trotz der sehr hohen Volatilität auf den Rohstoffmärkten seit Jahresbeginn praktisch parallel zu seinem Referenzindex entwickelt. Im Laufe des Februars haben wir einen Teil unserer Absicherungen aufgelöst, um das Exposure des Fonds allmählich zu erhöhen. Die Bodenbildung im Erdölsektor scheint erreicht zu sein. Somit dürften die erforderlichen Bedingungen für ein Anziehen der Ölpreise und der Erdöltitel in den kommenden zwölf Monaten vorhanden sein. Wir hoffen, dass wir daraus dank unserer in der Baisse aufgebauten Positionen in Unternehmen mit den besten Fundamentaldaten einen Vorteil ziehen können.

Dachfonds

Die sehr defensive Positionierung unserer Dachfonds hat ihnen ermöglicht, ihre jeweiligen Referenzindikatoren seit Jahresbeginn deutlich zu übertreffen. Unser Portfolioaufbau, der Fluchtwerte – insbesondere den Japanischen Yen – bevorzugt, war somit für unsere Dachfonds zu Jahresbeginn von großem Nutzen.

Quelle:  AdvisorWorld.ch


Newsletter
Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
ETFWorld

Newsletter investmentworld.ch

Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.