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DJE: Ausblick auf China

DJE : Heute begann der Volkskongress in China mit rund 3000 Delegierten.

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Von Dr. Ulrich Kaffarnik, DJE-Vorstand und Kapitalmarktstratege


Zu Beginn wurde das Konjunkturziel von mehr als sechs Prozent Wachstum für 2021 herausgegeben. Was ist davon zu halten?

Bemerkenswert ist, dass sich die Konjunktur in China bereits seit dem zweiten Quartal 2020 erholt. Und dies ohne die geld- und fiskalpolitischen Extrem-Massnahmen der Notenbanken und Regierungen in der westlichen Welt. Ein zentraler Grund hierfür ist der schnelle Fortschritt bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. So gibt es in China derzeit fast keine Ansteckungen mehr. China hat Covid-19 zwar mir sehr harten Massnahmen, aber eben auch sehr effektiv bekämpft. Aktuell sehen wir nach der sehr guten Verbesserung in den letzten Quartalen eine gewisse Konsolidierung bei den Frühindikatoren. Der wirtschaftliche Aufstieg wird sich aber in etwas ruhigeren Bahnen weiter fortsetzen.

Verbesserungen der chinesischen Märkte

Vielleicht wird nach der sehr guten Erholungsphase der Ökonomie von dem einen oder anderen Kommentator etwas zu viel hineininterpretiert. So kommt China sicherlich beim Umbau bezüglich einer Stärkung der Binnenwirtschaft voran, der Export wird aber noch für eine längere Zeit ein sehr wichtiger Faktor bleiben. Auch ist die Verschuldung der Unternehmen – getrieben durch die staatsnahen Firmen – im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch. Das könnte sich bei steigenden Zinsen als Belastungsfaktor erweisen. Sehr positiv ist vor allem das Ende letzten Jahres unter der Führung Chinas geschmiedete ASEAN-China-Freihandelsabkommen zu sehen, bei dem auch Japan, Korea, Australien und Neuseeland dabei sind. Dies wird zu einer wirtschaftlichen Stärkung der gesamten Region führen.

Kein negativer Einfluss absehbar

Bei den Sektoren haben wir derzeit keine speziellen Vorlieben. Wir finden immer wieder interessante Unternehmen sowohl aus der Binnenwirtschaft als auch mit einer starken Exportkomponente.

China ist ohne besondere eigene Stimuli durch die Krise gekommen. Ein negativer Einfluss auf die chinesische Konjunktur könnte deshalb eher dann eintreten, wenn die expansive Geld- und Fiskalpolitik in den USA und Europa zurückgefahren wird. Dies dürfte aber noch einige Zeit dauern.

Quelle: AdvisorWorld.ch


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