FlowBank : Die Entscheidung der Fed, die Zinsen wie erwartet um 0,25 Basispunkte anzuheben, zeigt, dass sie entschlossen ist, der Teuerung entgegenzuwirken.
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Von Paul de la Baume, Market Strategist bei FlowBank
Wir können nun davon ausgehen, dass das die vorerst letzte Zinserhöhung war, was eine Wende für die Fed bedeuten würde. Die Anlegerinnen und Anleger möchten nun ein gewisses Mass an Klarheit über die Aussicht auf Zinssenkungen.
Wir können jedoch nicht ausschliessen, dass sich die Inflation in den kommenden Monaten wieder beschleunigen könnte. Sollte dies der Fall sein, könnten wir erneut damit konfrontiert werden, dass die Märkte deutlich höhere Zinssätze einpreisen, zum Beispiel mehr als 6%. Wir gehen davon aus, dass die Inflation allmählich zurückgeht, die Arbeitslosigkeit steigt und die Fed Zinssenkungen signalisiert.
Positiv ist auch die Tatsache, dass die Fed in ihrer Erklärung die „laufenden Erhöhungen“ gestrichen hat. Das zeigt, dass sie bei einer Verschärfung der finanziellen Bedingungen wahrscheinlich flexibel sein wird und keine weiteren Zinserhöhungen vornimmt.
Die Fed steht vor dem Dilemma, dass sie die Zinsen ausreichend anheben muss, um die Inflation einzudämmen, gleichzeitig aber riskiert, die Wirtschaft in eine Krise oder eine Rezession zu stürzen. Die zuvor nur kleinen Risse im Wirtschaftssystem sind mittlerweile durch den jüngsten Bankenstress und den Zusammenbruch der SVB, der Credit Suisse und möglicherweise der First Republic Bank deutlich sichtbar geworden. Die Regulierungsbehörden stehen unter enormem Druck, die Krise zu lösen und das Vertrauen in das Bankensystem vollständig wiederherzustellen.
Quelle: BondWorld
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