Der KMU PMI von Raiffeisen kletterte im März über die Wachstumsschwelle und notiert neu bei 51,6 Punkten.
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Besonders der Auftragsbestand hat sich erholt, aber auch die spürbare Entspannung bei den Beschaffungsproblemen sorgt für mehr Optimismus.
Die Schweizer Industrie ist mit wenig Schwung ins neue Jahr gestartet. Der Raiffeisen KMU PMI rutschte im Januar und Februar unter die Wachstumsschwelle von 50. Auch bei Grossunternehmen verschlechterte sich die Geschäftslage, wie der PMI von procure.ch zeigt. Im März fiel die Lagebeurteilung der von Raiffeisen befragten Unternehmen jedoch wieder besser aus. Der KMU PMI erholte sich von 49,7 auf 51,6 Punkte und schloss damit auf dem höchsten Niveau seit letztem Sommer.
links: Raiffeisen KMU PMI März 2023 / rechts: Raiffeisen KMU PMI Subkomponenten (I)
Die Auftragspolster füllen sich wieder
Das Frühlingserwachen ist keineswegs nur eine saisonale Erscheinung, sondern liegt primär am besser als erwarteten globalen Konjunkturumfeld. Die europäische Wirtschaft ist entgegen den Befürchtungen nicht in eine Winterrezession gerutscht und zeigt sich widerstandsfähig. Davon profitiert auch die Schweizer Industrie, deren Neugeschäft wieder besser läuft. Der Auftragsbestand der KMU schmilzt nicht mehr, im Gegenteil: Im März sind die Auftragsbestände bei den befragten Unternehmen zum zweiten Mal in Folge gestiegen, wobei sich das Wachstum beschleunigte. Die entsprechende Subkomponente kletterte auf 53,2 Punkte und damit den höchsten Stand seit letztem Frühling. Auch die abnehmenden Lieferkettenprobleme sorgen für mehr Zuversicht bei den Betrieben. Die Lieferengpässe beschränken sich zunehmend auf spezifische Teile und die meisten Unternehmen leiden bei der Beschaffung nicht mehr unter grossen Schwierigkeiten. Die Lieferfristen, also die Zeitspanne zwischen der Kundenbestellung und dem Endversand, haben zuletzt folglich weiter abgenommen. Die entsprechende Komponente des Raiffeisen KMU PMI sank im März von 49,4 auf 46,7 Punkte.
KMU stocken Lager auf
Einen grossen Sprung nach oben (von 48,8 auf 59,1 Punkte) machte wiederum die Einkaufslagerkomponente. Viele KMU haben die leichte Entspannung bei den Einkaufspreisen dazu genutzt, die Lager aufzustocken, um weniger anfällig gegenüber Lieferengpässen zu werden. Gleichzeitig berichten einige KMU, dass schon vor längerer Zeit getätigte Bestellungen teilweise erst jetzt geliefert wurden, was ihre Lagerbestände nun zusätzlich ansteigen liess.
Raiffeisen KMU PMI – Subkomponenten (II)
| Mär 23 | Feb 23 | Jan 23 | Dez 22 | Nov 22 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtindex | 51,6 | 49,7 | 48,0 | 50,5 | 50,1 |
| Auftragsbestand | 53.2 | 51,2 | 47,0 | 47.3 | 50,6 |
| Produktion | 50.7 | 48,2 | 47,6 | 53.4 | 48,1 |
| Beschäftigung | 50.0 | 50,0 | 48,2 | 51.8 | 46,9 |
| Lieferfristen | 46.7 | 49,4 | 47,6 | 58.6 | 53,8 |
| Einkaufslager | 59.1 | 48,8 | 52,4 | 52.4 | 54,4 |
50 = Wachstumsschwelle
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