LGT Navigator : Der Arbeitsmarkt in den USA bleibt einer der wichtigen Puzzleteile in der Geldpolitik der US-Zentralbank. Die relativ zur gesamtwirtschaftlichen Situation geringe Arbeitslosigkeit sorgt nämlich durch steigende Löhne für zusätzlichen Inflationsdruck.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
LGT Navigator
An der Wall Street sorgten Zinsängste und der Zusammenbruch der Krypto-Bank Silvergate Capital für Unsicherheit und fallende Kurse. Japans Zentralbank kündigte unterdessen an, an ihrer extrem lockeren Geldpolitik vorerst unverändert festzuhalten.
Der Dow Jones Industrial gab um 1.66% auf 32’254.86 Punkte nach und notiert damit auf dem Niveau von Anfang November letzten Jahres. Der S&P 500 schloss bei 3’918.32 Punkten 1.85% tiefer als am Vortag. An der Nasdaq fielen die Indizes um 1.8%. Heute Nachmittag werden die Daten zum US-Arbeitsmarkt erwartet- Ökonomen gehen im Schnitt von einem deutlich langsameren Stellenzuwachs im Februar aus. Die Konsensprognose für die neu geschaffenen Stellen (ohne Berücksichtigung des Agrarsektors) liegt mit 205’000 so genannten „Non-Farm-Payrolls“ deutlich unter den für Januar berichteten 443’000 Jobs. Die Arbeitslosenrate dürfte mit 3.4% unverändert auf tiefem Niveau bleiben. Für Nervosität sorgte die Nachricht vom Kollaps der Krypto-Bank Silvergate Capital für Nervosität. In der Folge gerieten auch die Aktien von US-Banken unter Druck. Für etwas Rückenwind sorgte ein leichter Rückgang der Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere auf 3.91%.
An Asiens Aktienmärkten setzte sich der Kursrutsch fort. In Hongkong fiel der Hang Seng Index um 2.2% und führte damit die Verluste in der Region an. Auf dem chinesischen Festland verlor der Shenzhen Component 0.6% und der Shanghai Composite rutschte rund 1% ab. In Tokio notierte der Nikkei 225 1.7% tiefer. Die Bank of Japan hielt unterdessen an ihrer extrem lockeren Geldpolitik unverändert fest. Es war die letzte Sitzung unter dem scheidenden Gouverneur Haruhiko Kuroda, dessen Amtszeit nach einem Jahrzehnt endet. Die BoJ hält damit die kurzfristigen Zinssätze bei -0.1% und die langfristigen bei etwa null. Der Yen gab in Reaktion darauf zum US-Dollar kräftig nach.
Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte nach Einschätzung von Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau weiterhin entschlossen gegen die hohe Inflation vorgehen. Der französische Notenbankchef geht davon aus, dass das Inflationsziel der EZB Ende 2024 oder Anfang 2025 erreicht werde. Die Inflationsrate in der Eurozone – aktuell bei 8.5% – bis auf das von der Notenbank anvisierte Ziel von 2% zu drücken sei „eine Verpflichtung und nicht nur eine Prognose“, betonte der Zentralbanker.
Unternehmensnachrichten heute im Fokus: Daimler Truck mit Jahreszahlen.
Konjunkturdaten heute im Fokus: Deutschland Verbraucherpreise Februar (08:00 Uhr MEZ) und US-Arbeitsmarktbericht (14:30 Uhr). Zudem spricht EZB-Präsidentin Lagarde (16:00 Uhr).
Quelle: BondWorld.ch
Newsletter



