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LGT Navigator : Geopolitik und höhere Zinsen verunsichern die Märkte

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LGT Navigator : Medienberichte über Explosionen im Iran, bei denen es sich mutmasslich um israelische Raketen handelte, sorgten an den Börsen für Unsicherheit.

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Der Goldpreis schoss kurzzeitig in die Höhe und Öl wurde ebenfalls höher gehandelt. Neben der Geopolitik drücken zum Ende der Woche auch höhere Zinsen auf die Aktienmärkte.

In New York konnten die Aktienindizes die am Donnerstag zu Beginn der Sitzung erzielten Gewinne nicht halten. Steigende Renditen auf US-Staatsanleihen – getrieben von den Erwartungen „längerer und höherer“ Leitzinsen – setzten die Aktien am Mittag unter Druck. Die Renditen zweijähriger Staatsanleihen wurden am Donnerstag knapp unter der psychologisch wichtigen 5%-Marke gehandelt. Die höheren Renditen wurden durch solidere Arbeitsmarktdaten angetrieben: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung blieb in der vergangenen Woche mit 212’000 unverändert gegenüber der Vorwoche. Die mässig niedrige Zahl der Neuanträge war das nächste Indiz dafür, dass der US-Arbeitsmarkt höhere Zinsen länger verkraften kann. Am Dienstag nannte der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, den starken Arbeitsmarkt und die hartnäckige Inflation als Gründe dafür, dass die Zentralbank die Zinsen noch einige Zeit hoch halten muss. Der Dow Jones Industrial schloss am Donnerstag mit einem Plus von 0.1%, während der S&P 500 und der Nasdaq-100 0.2% bzw. 0.6% verloren.

Am Donnerstag wurde Netflix als nächster Tech-Wert abgestraft, weil das Unternehmen bei der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal die hochgesteckten Erwartungen der Anleger nicht erfüllen konnte. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um fast 5%, obwohl die Gewinnzahlen die Erwartungen der Wall Street übertrafen und ein ausgezeichnetes Abonnentenwachstum verzeichnet wurde. Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz, der leicht unter den aktuellen Erwartungen der Analysten liegt.

Im asiatisch-pazifischen Raum brachen die Aktienmärkte am letzten Handelstag der Woche ein. Händlerinnen und Händler verhielten sich vorsichtig, als Einzelheiten über das Ausmass des angeblichen israelischen Angriffs auf den Iran bekannt wurden. Der japanische Nikkei 225 führte die Verluste in der Region an und ging um 2.4% zurück, nachdem sich die Inflation im März verlangsamt hatte. Der Kern-Verbraucherpreisindex (CPI) – der frische Lebensmittel ausschliesst – stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2.6%. Die Bank of Japan ist bestrebt, die Inflation nach der Beendigung ihrer Negativzinspolitik im vergangenen Monat bei etwa 2% stabil zu halten. In Südkorea wurde der Kospi 1.7% niedriger gehandelt und der australische S&P/ASX 200 fiel um 1.1%. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 1.2%, während der Shanghai Composite 0.2% verlor.

Der Schweizer Aussenhandel hat im ersten Quartal 2024 abgenommen. Die Exporte sanken im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 0.8%, was auf geringere Lieferungen von Schmuck, Uhren und Präzisionsinstrumenten aus der Schweiz zurückzuführen ist. Die Importe sanken schneller als die Exporte und fielen um 1.9%. Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von CHF 8.6 Milliarden auf.

Bei den Einzeltiteln aus der Schweiz legten die Aktien des Automatisierungsunternehmens ABB um 6.3% zu, nachdem das schweizerisch-schwedische Unternehmen dank seines Elektrifizierungsgeschäfts gute Quartalsergebnisse vorgelegt hatte. Der Schweizer Aktienindex SMI schloss am Donnerstag im Wesentlichen unverändert, während der Euro Stoxx 50 um 0.5% zulegte.

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von American Express, Procter & Gamble.

Konjunkturdaten im Fokus: Erzeugerpreisindex Deutschland, Einzelhandelsumsätze Grossbritannien.

Quelle: InvestmentWorld.ch


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