LGT Navigator: Sorgen rund um die Konjunktur und Inflationsentwicklung sowie die anhaltenden Probleme in den globalen Lieferketten und nicht zuletzt das Drama um den angeschlagenen chinesischen Immobilienkonzern «Evergrande» halten die Anleger derzeit in Atem und sorgen für Herbststimmung an den Börsen.
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Hinzu kommt, dass die Drosselung der expansiven Geldpolitik der US-Notenbank immer absehbarer wird. Vor diesem Hintergrund kletterte auch die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zu Wochenbeginn wieder über die Marke von 1.5%.
Dynamik der Wirtschaftserholung verlangsamt sich laut Sentix weiter
Die Einschätzung des weiteren Konjunkturverlaufs im Euroraum hat sich gemäss den neusten Erkenntnissen des deutschen Finanzanalyseunternehmens Sentix den dritten Monat in Folge verschlechtert. Der Sentix-Konjunkturindikator schwächte sich im Oktober gegenüber dem Vormonat um 2.7 Punkte auf 16.9 Zähler ab. Am Markt wurde mit einem geringeren Rückgang auf 18.6 Punkte gerechnet. Laut Sentix hat sich die Dynamik der Wirtschaftserholung in der Eurozone, wie auch in den USA und Asien weiter verlangsamt. Es sei derzeit aber unklar, ob es sich dabei lediglich um eine konjunkturelle Verlangsamung oder um eine Trendwende handle. Sentix verweist insbesondere darauf, dass mit der bevorstehenden Drosselung der expansiven Geldpolitik der grossen Zentralbanken einer der wesentlichsten Faktoren für die bisherige Konjunkturbelebung an Bedeutung verlieren wird.
EZB-Spitzenvertreter bekräftigt: Inflationsdruck (vorerst) nicht nachhaltig
EZB-Ratsmitglied Ignazio Visco geht davon aus, dass der stark gestiegene Inflationsdruck im Euroraum nicht nachhaltig sein wird. Nach Einschätzung des italienischen Notenbankchefs könne davon ausgegangen werden, dass die Löhne angesichts der wegen der Pandemie nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit nicht dramatisch ansteigen werden und deshalb der Anstieg der Inflation nicht dauerhaft sein werde. Der Zentralbanker räumte aber auch ein, dass langfristige Themen wie die Digitalisierung oder die Energiewende für eine veränderte Preisdynamik sorgen könnten.
Wirtschaftskalender 5. Oktober
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:45 | FR | Industrieproduktion (August, M/M) | +0.3% |
| 09:15 | SP | IHS Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleister (September) | 60.1 |
| 09:45 | IT | IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September) | 59.1 |
| 09:50 | FR | IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September) | 55.1 |
| 09:55 | DE | IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September) | 55.3 |
| 10:00 | EZ | IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September) | 56.1 |
| 10:30 | GB | IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September) | 54.1 |
| 11:00 | EZ | Erzeugerpreise (August, J/J) | +12.1% |
| 14:30 | USA | Handelsbilanz (August) | USD -70.1 Mrd. |
| 15:45 | USA | IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September) | 54.5 |
| 16:00 | USA | ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleister (September) | 61.7 |
| 17:00 | EZ | EZB-Präsidentin Lagarde Rede |
Unternehmenskalender 5. Oktober
| Land | Unternehmen | Periode |
| USA | Pepsico | Q3 |
Quelle: BondWorld.ch
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