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LGT Navigator: Laut Fed-Bericht kühlt sich in den USA der Preisdruck

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LGT Navigator : In ihrem gestern Abend veröffentlichten Konjunkturbericht (Beige Book) stellt die US-Notenbank fest, dass sich die Inflation zuletzt abgeschwächt habe, während die Wirtschaftsaktivität stabil geblieben und der Arbeitsmarkt weiter recht robust sei.

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Die Einschätzung der Konjunkturlage in den USA ist damit etwas zurückhaltender als noch Ende November. Für das Fed könnte dies ein Argument für ein moderateres Zinserhöhungstempo liefern. An der New Yorker Börse überwog zur Wochenmitte aber Konjunkturpessimismus nach schwachen Zahlen von US-Einzelhandel.

An der Wall Street sorgten Unsicherheiten über das weitere Vorgehen in der US-Geldpolitik im Vorfeld der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses des Fed am 1. Februar sowie schwache US-Wirtschaftsdaten für Zurückhaltung unter den Anlegern. Der Dow Jones Industrial ging bei 33’296.96 Punkten mit einem kräftigen Tagesverlust von 1.81% aus dem Mittwochshandel. Der S&P 500 gab um 1.56% auf 3’928.86 Punkte nach und an der Nasdaq fielen die Indizes um rund 1.3%. Am Anleihenmarkt fiel die Benchmark-Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe auf 3.37% zurück.

Die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum tendierten am Donnerstag nach den Verlusten an der Wall Street uneinheitlich. In Japan gab der Nikkei 225 um rund 1.3% nach und der Yen zeigte gegenüber dem US-Dollar Stärke – aktuell: 127.90. In Hongkong blieb der Hang Seng Index praktisch unverändert und in Festlandchina notiert der Shanghai Composite rund 0.3% höher als am Vortag.

Schwache Weihnachtssaison für US-Einzelhandel

Obwohl sich die Konsumentenstimmung zuletzt aufgehellt hat, sind die Umsätze der US-Retailer Ende letzten Jahres stärker gesunken als erwartet. Die Verkäufe gingen auf Monatssicht um 1.1% zurück. Analysten waren von einem Rückgang um 0.9% ausgegangen. Bereits im November waren die Retail Sales revidiert um 1.0% gesunken (erste Berechnung -0.6%).

Teuerung der Erzeugerpreise in den USA verliert deutlich an Schwung

In den USA hat sich der Preisauftrieb auf Herstellerebene im Dezember den sechsten Monat in Folge abgeschwächt. Auf Jahressicht betrug die Teuerung der Produzentenpreise noch 6.2% (Konsens 6.8%) verglichen mit 7.3% im November und Wert von deutlich über 10% im Sommer.

Keine Entwarnung für EZB – Kerninflation in der Eurozone gestiegen

Ende des letzten Jahres hat sich die Inflation in den Euroländern den zweiten Monat in Folge abgekühlt. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Dezember um 9.2%, verglichen mit einer Teuerungsrate von 10.1% im November und der Rekordmarke von 10.6% im Oktober. Die Kerninflation, ohne Berücksichtigung der Energie- und Lebensmittelpreise, kletterte aber von 5.0% im Vormonat auf 5.2% und erreichte damit das höchste Niveau seit Einführung des Euro. Dies könnte ein Hinweis auf Zweitrundeneffekte in Form höherer Lohnforderungen liefern. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte den Anstieg der Kernteuerung mit Besorgnis zur Kenntnis nehmen und könnte damit gezwungen sein, weiterhin einen restriktiven geldpolitischen Kurs zu fahren. Der nächste Zinsentscheid der EZB ist am 2. Februar.

Britische Inflation bleibt trotz neuerlichem Rückgang auf hohem Niveau

Auch in Grossbritannien hat sich die Inflationsrate im Dezember den zweiten Monat in Folge etwas abgeschwächt. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Lebenshaltungskosten im Dezember um 10.5%. Im November hatte die Teuerung noch 10.7% und im Oktober 11.1% betragen. Entlastung lieferten tiefere Preise für Kraftstoffe und Bekleidung sowie Dienstleistungen im Freizeit- und Kulturbereich.

Wirtschaftskalender 19. Januar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00CHErzeugerpreise (Dezember, J/J)+3.8%
11:30EZEZB Präsidentin Lagarde spricht 
13:30EZEZB Protokoll 
14:30USBaugenehmigungen (Dezember, M/M)-10.6%
14:30USBaubeginne (Dezember, M/M)-0.5%
14:30USErstanträge Arbeitslosengeld (wöchentlich)205’000
14:30USPhilly Fed Industrieindikator (Januar)+3.8

Unternehmenskalender 19. Januar

LandUnternehmenPeriode
CHZur Rose2022 Umsatz
USANetflixQ4
USAProcter & Gamble Q2

Quelle: BondWorld.ch


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