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LGT Navigator : Schweizer Inflation bleibt verhalten

LGT Navigator : Die Konsumentenpreisinflation in der Schweiz verharrte im September auf niedrigem Niveau.

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Somit bestehe für die Schweizerische Nationalbank kein unmittelbarer Handlungsdruck. Der Swiss Market Index (SMI) verzeichnete moderate Gewinne, während die grossen europäischen und US-amerikanischen Aktienmärkte am Donnerstag, angeführt von einer neuen Euphorie für Technologiewerte nach der jüngsten Bewertung von OpenAI, kräftig zulegten. Die asiatischen Märkte zeigten sich am Freitag uneinheitlich: Starke Kursgewinne in Japan wurden durch Verluste in Hongkong und die Feiertags-bedingten Schliessungen in China und Südkorea ausgeglichen. Der Goldpreis bewegte sich kaum und lag bei rund USD 3860 je Unze, während Bitcoin auf ein Allzeithoch zusteuerte und bei etwa USD 120’000 gehandelt wurde.

Im September blieb die Konsumentenpreisinflation in der Schweiz laut Angaben des Bundesamts für Statistik, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, mit 0.2% zum dritten Mal in Folge auf diesem niedrigen Niveau. Der Verbraucherpreisindex (VPI) sank zum Vormonat um 0.2% und blieb damit hinter den Markterwartungen zurück. Hauptursache hierfür waren rückläufige Preise für Beherbergungsdienstleistungen, Pauschalreisen ins Ausland sowie Flugreisen. Im Jahresvergleich stiegen die Preise für inländische Güter um 0.6%, während die Preise für Importgüter um 0.9% zurückgingen; die Kerninflation lag bei 0.7%. Die Stabilität der Gesamtinflation folgt auf einen kurzen Ausflug in den negativen Bereich im Mai und unterstreicht insgesamt die verhaltenen Preisdynamiken. Am Markt sehen die Anlegerinnen und Anleger derzeit keinen akuten Handlungsbedarf bei der Schweizerischen Nationalbank, Prognosen deuten auf einen leichten Anstieg der Inflation und unveränderte Leitzinsen in nächster Zeit. Der SMI erzielte ein Plus von 0.5%, blieb damit aber hinter anderen wichtigen europäischen Indizes am Donnerstag zurück.

Europäische Aktien erreichen Rekord – Technologiewerte im Aufwind

Europäische Aktien kletterten am Donnerstag auf neue Höchststände, angetrieben von starken Kursgewinnen im Technologiesektor nach dem jüngsten Anteilsverkauf von OpenAI in Höhe von USD 6.6 Mrd., bei dem das Unternehmen mit USD 500 Mrd. bewertet wurde. Der Euro Stoxx 50 legte um 1.1% zu, der DAX in Deutschland stieg um 1.3% und der CAC 40 in Frankreich erhöhte sich um 1.1%. Besonders auffällig waren Halbleiterunternehmen: Be Semiconductor, ASMI und ASML setzten aufwärtsgerichtete Akzente. Bei den Autobauern setzte sich vor allem Stellantis mit einem Plus von 8.4% nach gestiegenen US-Absätzen im dritten Quartal ab. Makroökonomische Daten wirkten sich kaum auf die Stimmung aus: Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Eurozone lag laut Eurostat am Donnerstag im August bei 6.3%, nach 6.2% im Juli und auf dem gleichen Stand wie im August 2024. In der gesamten EU verharrte die Arbeitslosenquote den dritten Monat in Folge bei 5.9%.

Japanische Technologiewerte treiben den Nikkei

Japanische Aktien näherten sich am Freitag, angeführt vom Technologiesektor, neuen Rekordständen. Grund war die Kooperationsankündigung von Hitachi mit OpenAI, die die Zuversicht hinsichtlich Innovationen im Bereich künstlicher Intelligenz in Japan weiter beflügelte. Der Nikkei 225 stieg um 1.7%, wobei Hitachi-Aktien mehr als 10% zulegten und Gewinne bei Renesas, Advantest, Tokyo Electron und SoftBank beobachtet wurden. Bemerkenswert waren die zurückhaltenden Äusserungen von Bank-of-Japan-Gouverneur Kazuo Ueda zur inländischen Konjunktur, die keine unmittelbar bevorstehenden Zinserhöhungen erwarten lassen und vor der anstehenden Wahl des Vorsitzes der Liberaldemokratischen Partei die Stimmung der Investorinnen und Investoren stützten. In Hongkong fiel der Hang Seng Index um 0.6%, da Aktienwerte aus dem Bereich Elektrofahrzeuge dem deutlichen Kursrückgang von Tesla folgten und die Unsicherheiten aufgrund rückläufiger US-Subventionen und starker Konkurrenz widerspiegelten. Australiens S&P/ASX 200 lag 0.5% im Plus. In China und Südkorea blieben die Märkte aufgrund von Feiertagen geschlossen.

US-Aktien auf Höchstständen dank Tech-Rally

Anhaltende KI-Euphorie trieb den Nasdaq 100 am Donnerstag auf neue Rekordstände: Der Index legte um 0.4% zu, während der S&P 500 kurzzeitig ein Allzeithoch erreichte und schliesslich leicht höher bei 6715.35 Punkten schloss. Der Dow Jones Industrial Average beendete den Handel bei 46’519.72 Punkten, ein Plus von 0.2%. Hintergrund für den Anstieg war die deutlich gestiegene Bewertung des KI-Entwicklers OpenAI, der derzeit auf rund eine halbe Billion US-Dollar geschätzt wird – hiervon profitierten insbesondere Nvidia und andere Technologiewerte. Der Anstieg der US-Leitindizes wurde allerdings durch den anhaltenden teilweisen Government Shutdown gedämpft, der die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten verzögert. Zudem haben schwache Beschäftigungszahlen aus dem privaten Sektor im September die Erwartungen auf weitere Zinssenkungen der Federal Reserve verstärkt.

US-Einstellungspläne fallen auf 16-Jahres-Tief

Laut am Donnerstag veröffentlichten Daten sanken die geplanten Neueinstellungen von US-Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in diesem Jahr auf 204’939 Stellen – so wenig wie seit 2009 nicht mehr und deutlich weniger als die 483’590 im selben Zeitraum des Vorjahres. Hauptgrund war die geringere Zahl an geplanten saisonalen Einstellungen, die im vergangenen Monat bei lediglich 100’800 lag; im Vergleich dazu waren es Anfang Oktober 2023 noch 401’850. Gleichzeitig erreichte die Anzahl der angekündigten Stellenstreichungen im bisherigen Jahresverlauf 946’426 – der höchste Stand seit 2020 -, wobei diese im Vergleich zu August um 37% zurückgingen. Nach Angaben von Challenger, Gray & Christmas führten unter anderem staatliche Stellenkürzungen, anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten und Filialschliessungen zu vermehrten Kündigungen, während der Einfluss von künstlicher Intelligenz auf Personalabbau kleiner, aber erwähnenswert blieb.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.

Konjunkturdaten im Fokus: Einkaufsmanagerindizes aus Spanien (09:15), Italien (09:45), Frankreich (09:50), Deutschland (09:55) und der Eurozone (10:00), Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft USA (14:30), ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen USA (16:00).

Quelle: InvestmentWorld.ch


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