LGT Navigator : Vor dem Hintergrund einer möglichen weiteren Eskalation des Konflikts im Nahen Osten sind die Aktienmärkte zu Beginn der Woche zunächst deutlich eingebrochen, konnten ihre Verluste dann aber wieder aufholen.
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Auslöser war die Ankündigung von US-Präsident Trump, geplante Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieanlagen für fünf Tage zu verschieben, nachdem es seinen Worten zufolge „produktive“ Gespräche gegeben habe. Nach Trumps Statement sprang der Dow zeitweise um mehr als 1100 Punkte nach oben, während die Ölpreise um mehr als 12% einbrachen. Die Märkte blieben jedoch vorsichtig, da iranische Staatsmedien das Vorhandensein direkter Gespräche dementierten und Analystinnen und Analysten warnten, dass selbst bei einem baldigen Ende des Konflikts der jüngste Anstieg der Energiepreise und die höhere Marktvolatilität voraussichtlich deutliche Spuren in der Konjunktur hinterlassen werden.
Die US-Aktienindizes erholten sich am Montag, nachdem Äusserungen von US-Präsident Donald Trump die Hoffnung auf eine Entspannung des Konflikts mit dem Iran leicht beflügelt hatten. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 1.4% auf 46’208.47 Punkte, nachdem er am Freitag auf den tiefsten Stand seit September gefallen war. Der breit gefasste S&P 500 legte um 1.2% auf 6581.00 Punkte zu und der technologielastige Nasdaq 100 gewann ebenfalls 1.2% und schloss bei 24’188.59 Punkten.
Börsen in Asien geben Gewinne im Zuge steigender Ölpreise teilweise ab
Die Aktienmärkte in der Region Asien/Pazifik legten am Dienstag zwar zu, gaben aber einen Teil ihrer anfänglichen Gewinne wieder ab, nachdem die Ölpreise erneut anzogen. Dies spiegelte die anhaltende Unsicherheit rund um den Konflikt mit dem Iran wider. Die Brent-Rohöl-Futures für Mai verteuerten sich um mehr als 3.5% auf rund USD 103.7 je Barrel, während West Texas Intermediate um 4% auf etwa USD 91.7 zulegte, nachdem Brent am Montag nach einem Anstieg auf über USD 112 am Freitag um fast 11% eingebrochen war. Wichtige Indizes wie der japanische Nikkei 225, der südkoreanische Kospi, der australische S&P/ASX 200, der Hang Seng Index in Hongkong und der chinesische CSI 300 notierten allesamt im Plus. Unterdessen schwächte sich die Inflation in Japan im Februar zum vierten Monat in Folge ab und fiel von 1.5% im Januar auf 1.3%. Damit entfernte sie sich weiter vom Inflationsziel der Bank of Japan von 2%, was vor allem auf sinkende Nahrungsmittelpreise und staatliche Subventionen für Energie zurückzuführen war, die den Verbraucherpreisindex (VPI) dämpften. Die Stimmung an den asiatischen Märkten profitierte von der kräftigen Rally an der Wall Street am Montag.
Verbraucherstimmung in der Eurozone verschlechtert sich im März
Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im März stärker als erwartet eingetrübt – vermutlich als Folge des Kriegs im Iran, der gestiegenen Ölpreise und zunehmender Inflationsrisiken. Die Europäische Kommission meldete am Montag, dass ihr Indikator für das Verbrauchervertrauen um vier Punkte auf minus 16.3 gefallen ist. Dies ist der niedrigste Stand seit Oktober 2023 und liegt deutlicher unter den Erwartungen von Ökonominnen und Ökonomen, die mit einem Rückgang auf etwa minus 14.2 gerechnet hatten. Der Indikator notiert damit weiterhin unter seinem langfristigen Durchschnitt.
Europäischen Aktienmärkte erholen sich trotz Konfliktängsten
In Europa haben die Aktienindizes zu Wochenbeginn trotz der gemischten Signale im Zusammenhang mit dem Konflikt mit dem Iran scharfe Anfangsverluste wettgemacht und überwiegend im Plus geschlossen. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, legte um 1.3% auf 5574.32 Punkte zu, nachdem er zuvor aus Sorge vor möglichen weiteren Angriffen Irans auf die Energieinfrastruktur im Golf und einer möglichen Schliessung der für den Öl- und Gastransport wichtigen Strasse von Hormus bis auf 5376 Punkte und damit den tiefsten Stand seit September gefallen war. Der Schweizer Leitindex SMI machte seine Verluste ebenfalls wett und schloss 0.6% höher bei 12’389.68 Punkten.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.
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Quelle: InvestmentWorld.ch
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