LGT Navigator : An der Wall Street beginnt heute die «Earnings-Saison» mit den Quartalsbilanzen der amerikanischen Grossbanken JPMorgan Chase und Citigroup.
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Schätzungen zufolge dürfte das jährliche Gewinnwachstum der S&P 500-Unternehmen im Schlussquartal 2021 voraussichtlich geringer ausfallen als in den ersten drei Quartalen des Jahres. Mit gut 22% dürfte es aber immer noch stark gewesen sein. Noch wichtiger als die zurückliegenden Gewinnausweise werden die Ausblicke der Unternehmen sein.
Startschuss zur Unternehmensberichtssaison
In New York brach gestern die Erholung der Technologiewerte ab, und die Indizes an der Nasdaq verbuchten kräftige Verluste von rund zweieinhalb Prozent. Die Aktie von Microsoft verlor beispielsweise mehr als vier Prozent. Die nun konkret werdende Zinswende der US-Notenbank setzt den Technologieaktien zu. Zuvor hatten sich Fed-Chef Powell und mehrere Mitglieder des geldpolitischen Rates für eine zeitnahe Anhebung der Leitzinsen ausgesprochen. An den Kapitalmärkten wird inzwischen mit vier Zinsschritten im laufenden Jahr und einer ersten Anhebung bereits im März gerechnet. Unter Druck gerieten gestern auch die Standardwerte. So büsste der marktbreite S&P 500 knapp eineinhalb Prozent ein und der Dow Jones Industrial verlor ein halbes Prozent.
An den Börsen Asiens setzte sich der Trend fort, und die meisten Aktienindizes verzeichnen zum Wochenschluss Verluste. Neben den mit Spannung erwarteten ersten Quartalsbilanzen der grossen US-Banken stehen heute auch die neusten Daten zur Umsatzentwicklung im Einzelhandel sowie zur Konsumentenstimmung in den USA an. Eine Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde könnte zudem neue Hinweise auf die aktuelle Einschätzung der EZB liefern.
Preisdruck auf Erzeugerebene verstärkt Inflationstrend in den USA
In den Vereinigten Staaten sind die Preise auf Produzentenebene im Dezember auf Jahressicht um +9.7% gestiegen, was jedoch von Analysten in etwa erwartet worden war. Getrieben werden die Erzeugerpreise vor allem durch die anhaltende Materialknappheit und die weltweiten Lieferprobleme. Die Kernrate, also ohne Energie, betrug +8.3%. Der Preisanstieg bei den Produzentenpreisen überträgt sich tendenziell zeitlich verzögert auf die Verbraucherpreise.
Wirtschaftskalender 14. Januar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | GB | Industrieproduktion (November, M/M) | -0.6% |
| 08:45 | FR | Verbraucherpreise (Dezember, J/J) | +3.4% |
| 09:00 | ESP | Verbraucherpreise (Dezember, J/J) | +6.7% |
| 14:30 | USA | Einzelhandelsumsätze (Dezember, J/J) | +0.3% |
| 14:30 | EZ | EZB-Präsidentin Lagarde | |
| 15:15 | USA | Industrieproduktion (Dezember, M/M) | +0.5% |
| 16:00 | USA | Konsumentenstimmung | 70.6 |
Unternehmenskalender 14. Januar
| Land | Unternehmen | Periode |
| USA | JPMorgan Chase | Q4 |
| USA | Citigroup | Q4 |
| USA | Wells Fargo | Q4 |
| USA | Blackrock | Q4 |
Quelle: BondWorld.ch
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