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LGT Navigator : US- und chinesische Konjunkturdaten belasten die Stimmung

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LGT Navigator : US-amerikanische und chinesische Konjunkturdaten haben zur Wochenmitte auf die Marktstimmung gedrückt.

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Schwächere US-Einzelhandelsumsätze und eine geringer als erwartet ausgefallene Teuerung in China schürten Sorgen um das globale Wachstum. Während die meisten wichtigen Aktienindizes in der Asien-Pazifik-Region am Mittwoch zulegten, stand der chinesische Leitindex CSI 300 unter Druck und folgte damit den US-Aktienindizes, die am Dienstag schwächer geschlossen hatten. Die europäischen Börsen bewegten sich am Dienstag kaum, da nur wenige Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, die die Stimmung hätten beeinflussen können. Die Märkte richten ihren Blick nun auf wichtige US-Arbeitsmarktdaten, die am Mittwoch anstehen.

Die US-Einzelhandelsumsätze blieben im Dezember unverändert, nachdem sie im November um 0.6% gestiegen waren, wie aus Daten des Handelsministeriums vom Dienstag hervorgeht. Dies signalisiert ein nachlassendes Tempo beim Konsum und beim gesamtwirtschaftlichen Wachstum zum Jahreswechsel. Ökonominnen und Ökonomen hatten mit einem deutlichen Anstieg gerechnet, doch eine schwächere Nachfrage und ein sich abkühlender Arbeitsmarkt belasteten die Stimmung, und höhere, Zollabgaben schlagen weiterhin auf den Konsum durch. Die Kern-Einzelhandelsumsätze, die Automobile, Benzin, Baumaterialien und Gastronomie ausklammern und eng mit der Konsumkomponente des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verknüpft sind, gingen im Dezember um 0.1% zurück, nach einem nach unten revidierten Plus von 0.2% im November. Dies könnte Ökonominnen und Ökonomen veranlassen, ihre Schätzungen für den Konsum und das BIP im vierten Quartal zu senken. Die Konsumausgaben hatten zuvor ein kräftiges, annualisiertes BIP-Wachstum von 4.4% im dritten Quartal gestützt, und die Federal Reserve Bank von Atlanta erwartet für das vierte Quartal ein Wachstum von rund 4.2%. Die verspätete erste Schätzung der Regierung wird in der kommenden Woche erwartet.

US-Aktien nach Fed-Kommentaren unter Druck

Zusätzlich zu den schwachen zu den Einzelhandelsumsatzdaten wurden die US-Aktienindizes durch Kommentare aus der Federal Reserve belastet, welche die Erwartungen weiterer Zinssenkungen dämpften. Der Dow Jones Industrial, der im Verlauf der Sitzung ein Rekordhoch von fast 50’513 Punkten erreicht hatte, schloss mit einem Plus von 0.1% bei 50’188.14 Punkten, während der breiter gefasste S&P 500 um 0.3% nachgab und der technologieorientierte Nasdaq 100 0.6% verlor. Die Präsidentin der Fed von Cleveland, Beth Hammack, signalisierte, dass die Leitzinsen über einen längeren Zeitraum unverändert bleiben könnten, während die geldpolitischen Entscheidungsträger die Wirkung der jüngsten Zinssenkungen sowie die wirtschaftliche Dynamik beobachten. Die Märkte blicken nun auf den US-Arbeitsmarktbericht am Mittwoch und die Verbraucherpreisdaten am Freitag, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs zu erhalten.

Die Inflation in China bleibt gedämpft

Chinas Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Januar im Jahresvergleich um 0.2% und verlangsamte sich damit von 0.8% im Dezember. Damit blieb die Teuerungsdynamik hinter den Markterwartungen zurück. Auf Monatsbasis erhöhten sich die Preise ebenfalls um 0.2% und damit etwas schwächer als die prognostizierten 0.3%. Die Kerninflation gemessen am VPI ohne Nahrungsmittel und Energie schwächte sich von 1.2% im Dezember auf 0.8% ab und verdeutlicht damit die verhaltene Binnennachfrage. Die Erzeugerpreise sanken im Jahresvergleich um 1.4% und damit etwas weniger stark als das Minus von 1.9% im Dezember. Allerdings hält die Deflation auf Herstellerebene bereits seit mehr als drei Jahren an und setzt die Produzenten angesichts verhaltener Konsumlaune und der Folgen der US-Handelsmassnahmen unter Druck. Vor dem Hintergrund des anhaltenden deflationären Umfelds, eines langwierigen Abschwungs am Immobilienmarkt und steigender öffentlicher Schulden hat Chinas Zentralbank am Dienstag bekräftigt, an einer „angemessen lockeren“ Geldpolitik festzuhalten. Dies geschieht im Vorfeld wichtiger politischer Treffen im nächsten Monat, da Peking versucht, investitionsgetriebenes Wachstum mit einer gezielten, schuldenbewussten Unterstützung des Konsums in Einklang zu bringen.

Aktienbörsen in Asien trotz schwacher Konjunkturdaten überwiegend fester

Die Aktienmärkte in der Asien-Pazifik-Region notierten am Mittwoch überwiegend im Plus, da sich Anlegerinnen und Anleger über die schwächeren US-amerikanischen und chinesischen Konjunkturdaten hinwegsetzten und auf wichtige US-Arbeitsmarktdaten im weiteren Tagesverlauf warteten. Der Hang Seng Index in Hongkong legte um 0.3% zu, während der chinesische CSI 300 gegen den regionalen Trend 0.2% verlor. Japans Nikkei 225 notierte 2.3% höher, der südkoreanische Kospi gewann 1%. Australiens S&P/ASX 200 entwickelte sich mit einem Plus von 1.7% überdurchschnittlich gut, während der indische Nifty 50 um 0.1% zulegte.

Europäische Börsen kaum verändert

Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Dienstag weitgehend richtungslos, da es kaum Datenveröffentlichungen gab, die die Leitindizes hätten bewegen können. Der Euro Stoxx 50 gab um 0.2% nach, der deutsche DAX verlor 0.1%, und der französische CAC 40 legte marginal um 0.1% zu. Der Swiss Market Index zeigte sich praktisch unverändert und gab um 0.1% nach, da die Anlegerinnen und Anleger vor wichtigen US-Konjunkturdaten im weiteren Wochenverlauf vorsichtig blieben.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Cisco, Commerzbank, Kraft Heinz, McDonald’s, T-Mobile US und TotalEnergies.

Konjunkturdaten im Fokus: Arbeitslosenquote und Beschäftigungszahlen ex-Agrarsektor USA (14:30) und Baugenehmigungen Kanada (14:30).

Quelle: InvestmentWorld.ch


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