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LGT Navigator: Warten auf den Zinsentscheid der EZB

LGT Navigator : Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht heute die Europäische Zentralbank, die am Nachmittag über den weiteren geldpolitischen Kurs informieren wird.

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Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht heute die Europäische Zentralbank, die am Nachmittag über den weiteren geldpolitischen Kurs informieren wird.

Die US-Börsen haben am Mittwoch an die Gewinne der Vortage angeknüpft. Der S&P 500 kletterte fast +1% und auch für Technologieaktien ging es erneut aufwärts. Für Schwung sorgten zahlreiche Quartalsergebnisse, wobei insbesondere der Tech-Gigant Alphabet zu Reden gab. Neben starken Quartalszahlen kündigte die Google-Mutter einen Aktien-Split an. Die Titel erreichten daraufhin im Tageshandel neue Rekordwerte und schlossen rund +7% fester.

Enttäuschend fielen dagegen die jüngsten Daten zum US-Arbeitsmarkt aus. So wurden in der Privatwirtschaft im Januar rund 300’000 Stellen abgebaut, wie der Dienstleister ADP meldete. In den Blickpunkt rückt nun der offizielle monatliche Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird.

Die EZB im Fokus

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht heute die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie wird um 13:45 Uhr (MEZ) ihren Zinsentscheid veröffentlichen. Um 14:30 Uhr findet die Pressekonferenz mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde statt. Von Interesse wird dann vor allem sein, wie Lagarde die Inflationsentwicklung einschätzt. Die europäischen Konsumentenpreise steigen derzeit so schnell wie noch nie seit Bestehen der Währungsunion. Die EZB hat sich bislang auf den Standpunkt gestellt, dass vor allem Sonderfaktoren für die hohe Teuerung verantwortlich sind und sich das Preiswachstum im Jahresverlauf abschwächen wird. In einem Interview Ende Januar hatte die Notenbankchefin erneut davor gewarnt, die Geldpolitik zu schnell zu straffen und verwies auf die Gefahr, dadurch das Wirtschaftswachstum abzuwürgen.

Allerdings hat das Protokoll zur letzten Sitzung im Dezember gezeigt, dass die Meinungen zur Teuerung im EZB-Gremium auseinander gehen. Aufschlussreich wird daher auch sein, ob sich die Währungshüter einstimmig auf den weiteren geldpolitischen Kurs einigen können. Die Finanzmärkte schätzen die Situation derweil anders ein als die EZB und rechnen noch in diesem Jahr mit einer ersten Zinserhöhung.

Auch die Bank of England entscheidet heute über die Geldpolitik. Sie hat die Ära der rekordniedrigen Zinsen bereits im Dezember beendet und die Leitzinsen von 0.1% auf 0.25% angehoben. Analysten erwarten am heutigen Treffen einen weiteren Zinsschritt von +0.25%.

Teuerung im Euroraum steigt auf Rekordhoch

Die Inflationsrate in der Eurozone ist zum Jahresanfang überraschend auf einen neuen Höchststand geklettert. Die Konsumentenpreise lagen im Januar um +5.1% höher als im Vorjahresmonat, teilte das Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mit. Dabei handelt es sich um den höchsten Wert seit Einführung des Euro 1999. Ökonomen hatten einen Rückgang auf +4.4% prognostiziert. Im Dezember lag die Teuerung bei +5.0%. Die Inflation wurde einmal mehr durch die massive Verteuerung der Energie angefacht, wobei die Preise binnen Jahresfrist um mehr als +28% in die Höhe schossen. Lebensmittel kosteten +3.6% mehr als vor einem Jahr.

Werden die volatilen Energie- und Lebensmittelpreise ausgeklammert, resultierte im Januar eine Kerninflationsrate von +2.3%. Damit hat sich das Preiswachstum im Vergleich zum Dezember (+2.6%) etwas abgeschwächt. Allerdings hatten Analysten auch hier einen stärkeren Rückgang erwartet.

OPEC+ hält an Produktionsziel fest

Die führenden Ölförderer wollen die Produktionsmenge auch im März um 400’000 Fass täglich erhöhen. Das beschloss die Allianz bestehend aus erdölexportierenden Ländern (OPEC) und ihren Kooperationspartnern (OPEC+) am Mittwoch. Damit hält sich OPEC+ an einen im Juli ausgearbeiteten Plan. Er sieht vor, die Produktion, die während der Pandemie reduziert wurde, allmählich wieder auszubauen. Angesichts der steigenden Energiepreise haben grosse Erdölimporteure wie die USA und Indien in den vergangenen Monaten immer wieder verlangt, die Fördermenge schneller zu erhöhen. Doch bereits bei der aktuellen Wachstumsrate haben etwa Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate Mühe, die vereinbarten Ziele zu erreichen. Die Knappheit befeuert die Rohölpreise, die derzeit bei den Rekordwerten von 2014 handeln.

Wirtschaftskalender 3. Februar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
01:30JPEinkaufsmanagerindex, Services (Januar)52.1
10:00EZEinkaufsmanagerindex, Gesamt (Januar)52.4
11:00EZEinzelhandelsumsatz (M/M, Dezember)+1.0%
13:00UKZinsentscheid Bank of England 
13:45EZZinsentscheid Europäische Zentralbank 
16:00USAISM-Index, Services (Januar)62.3

Unternehmenskalender 3. Februar

LandUnternehmenPeriode
CHABBQ4
USAAmazonQ4
ESBBVAQ4
USABiogenQ4
USAEli LillyQ4
USAEstée LauderQ2
DEInfineonQ1
NLING GroupQ4
FLNordea 
USAPrudential 
USARalph Lauren 
CHRoche 
USAShell 
DESiemens 
CHSwisscom 

Quelle: BondWorld.ch


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