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Muzinich & Co. : Das Spiel der Neugewichtung Europäische Kredite verlieren gegenüber US-Krediten an Attraktivität

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Muzinich & Co. : Angesichts der zunehmenden politischen Unsicherheit in der Region und einer geringeren Spread-Prämie erscheinen europäische Kredite im Vergleich zu den USA nicht mehr so attraktiv.

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Von Ian Horn, Portfoliomanager bei Muzinich & Co.


Chancen gibt es bei europäischen Unternehmen in der Peripherie, die einen besseren Wert als Banken in der Peripherie versprechen.

Seit Mitte 2022 ist ein erheblicher Spread-Aufschlag bei europäischen Krediten gegenüber ihren US-Pendants zu verzeichnen. Dies war zunächst auf den Einmarsch Russlands in der Ukraine Anfang 2022 und die Sorge um die Gasversorgung im weiteren Verlauf des Jahres zurückzuführen, gefolgt von erhöhten Rezessionssorgen gegenüber den USA während des gesamten Jahres 2023.

Im Laufe des Jahres 2024 ist die Prämie jedoch geschrumpft, da die Wirtschaftsdaten in Europa besser ausfielen als erwartet, insbesondere bei Krediten mit BB-Rating. Da die Spreads im Vergleich zu den USA nicht mehr so attraktiv erscheinen und die politische Unsicherheit in Europa zugenommen hat, ist es an der Zeit, sich selektiv aus europäischen Krediten, insbesondere aus Hochzinsanleihen, zurückzuziehen.

Europa: Kern versus Peripherie

Angesichts der zunehmenden politischen Unsicherheit in den Kernländern der Eurozone könnte die europäische Peripherie einen gewissen Schutz vor der Volatilität der Spreads sowie Möglichkeiten für höhere Renditen bieten. Die aktuellen Bewertungen deuten darauf hin, dass europäische Unternehmensemittenten aus der Peripherie einen besseren Wert bieten als der Bankensektor, wobei die Banken aus der Peripherie der Eurozone im Vergleich zu ihren Pendants aus der Kerneurozone bequem innerhalb ihrer langfristigen Durchschnittswerte gehandelt werden. Bis vor kurzem war der periphere Bankensektor übergewichtet, nun aber bietet sich die Möglichkeit, in das breitere Unternehmenssegment umzuschichten.

Abb.1: Unternehmen der Eurozonen-Peripherie erscheinen gegenüber Banken attraktiv

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Quelle: ICE Index Platform vom 26. Juni 2024. Nur zu illustrativen Zwecken.

Zinsen: Europa wird unterdurchschnittlich abschneiden

Zu Beginn des Jahres war die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank (Fed) im Laufe des Jahres 2024 sechs oder sieben Zinssenkungen vornehmen würden. Die amerikanischen und europäischen Zinssätze wiesen im ersten Quartal eine hohe Korrelation auf, da der Markt einen synchronisierten Zinssenkungszyklus erwartete, ähnlich dem koordinierten Zinserhöhungspfad in den Jahren 2022 und 2023.

Im April blieben die US-Zinsen jedoch hinter ihren Erwartungen zurück, als die EZB ihre Bereitschaft signalisierte, im Juni eine erste Zinssenkung vorzunehmen, während die Fed an ihrer „Higher-for-longer“-Politik festhielt, was zu einer sichtbaren Divergenz an den Zinsmärkten führte.

Im Mai und Juni kehrte sich dieses Thema aufgrund schwächerer US-Daten und über den Erwartungen liegender Daten aus Europa um, was zu einer erneuten Annäherung der Zinssenkungserwartungen für den Rest des Jahres 2024 führte.

Der Aufstieg politischer Parteien an den linken und rechten Rändern in Europa ist eine neue Quelle der Unsicherheit. Zusammen mit der Ansicht, dass die Bund-Kurve für ein nicht rezessives Umfeld zu invers bleibt, und der Widerstandsfähigkeit der makroökonomischen Daten unterstützt dies die Annahme, dass die europäischen Zinssätze in den kommenden Monaten unterdurchschnittlich abschneiden könnten.

Abb.2: Veränderungen der Zinserwartungen in den USA und Europa

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Quelle: Bloomberg vom 26. Juni 2024. Nur zu illustrativen Zwecken.

Quelle: InvestmentWorld


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