Natixis IM : Perspektiven 2026: Europa, Asien-Pazifik und Krypto stehen bei Schweizer institutionellen Anlegern an erster Stelle.
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Carolin Hefele, Managing Director für die deutschsprachige Schweiz und Liechtenstein bei Natixis IM
• Die Schweiz bestätigt ihre Führungsposition im Bereich Krypto und private Märkte: 67 % der institutionellen Investoren sehen Kryptowährungen als legitime Anlageform an, und 50 % erhöhen ihre Allokationen in privaten Märkten – Werte, die deutlich über dem globalen und europäischen Durchschnitt liegen.
• Für 2026 bevorzugen Schweizer Anleger eindeutig Europa, den asiatisch-pazifischen Raum und aktives Management: 70 % rechnen mit einer Outperformance der europäischen Märkte, 59 % planen, ihr Engagement im asiatisch-pazifischen Raum zu erhöhen, und 67 % gehen davon aus, dass aktives Management outperformen wird – Werte, die durchweg über dem globalen Durchschnitt liegen.
• Die branchenspezifischen Präferenzen sind ebenso ausgeprägt: 87 % der Schweizer Anleger zeigen sich optimistisch für den Rüstungssektor, 67 % für den Technologiesektor und 53 % für den Gesundheitssektor.
Schweizer institutionelle Anleger blicken mit deutlich gestärkten Überzeugungen auf das Jahr 2026 und stellen Europa, den asiatisch-pazifischen Raum, Kryptowährungen und private Märkte in den Mittelpunkt ihrer Prioritäten. Laut der Umfrage „Natixis Institutional Investor Outlook 2026” bestätigt die Schweiz ihre Rolle als Vorreitermarkt, getragen von einer besonders hohen Akzeptanz digitaler Vermögenswerte und privater Märkte.
Des Weiteren ist das Interesse am asiatisch-pazifischen Raum besonders ausgeprägt: 59 % der Schweizer institutionellen Anleger planen, ihr Engagement dort bis 2026 zu erhöhen, gegenüber 44 % weltweit. Auch Europa geniesst grosses Vertrauen: 70 % der Schweizer Anleger rechnen für das nächste Jahr mit einer Outperformance der europäischen Märkte, was deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 52 % liegt.
Gleichzeitig glauben 67 % der Befragten, dass aktives Management im Jahr 2026 outperformen wird, gegenüber 62 % weltweit, was das Vertrauen der Schweizer in die Expertise und die Aktienauswahl bestätigt.
“In einem weiterhin unsicheren globalen Umfeld zeigen Schweizer institutionelle Anleger eine bemerkenswerte Disziplin. Ihre Priorität bleibt eine selektive Diversifizierung und ein konsequentes Risikomanagement, gestützt auf die strukturelle Resilienz der Schweizer Wirtschaft. Diese Kombination aus Vorsicht und Agilität zeigt eine strategische Reife, die entscheidend ist, um das Jahr 2026 mit Zuversicht anzugehen“, erklärt Carolin Hefele, Managing Director für die deutschsprachige Schweiz und Liechtenstein bei Natixis IM.
Krypto und private Märkte: starker Optimismus in der Schweiz
In der Schweiz hebt sich die Begeisterung für Kryptowährungen und Privatmärkte deutlich vom Rest der Welt ab. So betrachten mittlerweile 67 % der Anleger Kryptowährungen als legitime Anlageoption, gegenüber 49 % weltweit. Gleichzeitig erhöhen 50 % von ihnen ihre Allokationen in Privatmärkten, was über den weltweit beobachteten 40 % und deutlich über den europäischen Durchschnittswerten liegt. Das Interesse an Kryptowährungen dürfte in der Schweiz auch 2026 hoch bleiben, mit einer Allokationsabsicht von 50 % gegenüber 36 % weltweit. Diese Dynamik zeigt sich auch auf den privaten Märkten: 80 % der Schweizer Anleger sind optimistisch in Bezug auf Private Equity (62 % weltweit) und 77 % in Bezug auf Private Debt (57 % weltweit), was die wachsende Bedeutung illiquider Vermögenswerte in Schweizer Portfolios bestätigt.
Europäische Aktien, Gold und Investment-Grade-Anleihen
41 % der Schweizer Investoren planen, ihre Allokation in europäischen Aktien zu erhöhen, was mit dem weltweiten Durchschnitt von 40 % vergleichbar ist. Das Interesse an Gold steigt ebenfalls: 36 % der institutionellen Investoren in der Schweiz beabsichtigen, ihre Allokationen zu erhöhen, was deutlich über dem
weltweiten Durchschnitt von 26 % liegt.
Investment-Grade-Unternehmensanleihen folgen einem vergleichbaren Trend: 38 % der Schweizer Anleger planen, ihr Engagement zu erhöhen, gegenüber 37 % weltweit. Schliesslich rechnen 70 % damit, dass die Börsen-Outperformance 2026 weniger konzentriert sein wird, was über den weltweit beobachteten 63 % liegt und eine konstruktivere Sicht auf die Markterweiterung widerspiegelt.
Aktives Management und taktische Allokation
Gleichzeitig sind 67 % der Schweizer Anleger der Meinung, dass ein diversifiziertes Portfolio vom Typ 60:20:20 mit alternativen Anlagen im Jahr 2026 die beste Performance erzielen wird, gegenüber 65 % weltweit. Der gleiche Anteil rechnet mit einer Outperformance von Strategien mit kurzer Duration, was deutlich über den weltweit beobachteten 48 % liegt.
Schweizer Anleger rechnen ebenfalls mit einer Zunahme der Handelskonflikte (73 % gegenüber 59 % weltweit) sowie einer deutlich höheren Volatilität an den Aktienmärkten (80 % gegenüber 59 %). Schliesslich erwarten 67 % einen Aufschwung des Wachstums in China, gegenüber 53 % weltweit.
Technologie, Gesundheit, Verteidigung: Die Branchenpräferenzen der Schweiz
Die branchenbezogenen Ansichten der Schweizer Anleger sind besonders ausgeprägt: Rüstung (87 %), Technologie (67 %) und Gesundheit (53 %) sind die attraktivsten Segmente für 2026. Dagegen sind nur 13 % der Schweizer Anleger optimistisch für den Finanzsektor, gegenüber 39 % weltweit, 58 % in Frankreich und 40 % in Deutschland. An den Börsenmärkten geben sich 73 % der Schweizer Anleger optimistisch, was über dem weltweiten Durchschnitt (68 %) liegt.
Für 2026 geben nur 40 % der Schweizer Investoren an, dass sie Anleihen gegenüber positiv eingestellt sind, verglichen mit 55 % weltweit, während 70 % den Wohnimmobilienmarkt optimistisch sehen, ein deutlich höheres Niveau als die weltweit beobachteten 47 %. Schliesslich glauben 67 % der Investoren, dass künstliche Intelligenz das Wachstum beschleunigen wird, auch wenn 33 % die Bildung einer Blase befürchten.
Widerstandsfähige Schweizer Wirtschaft trotz unsicherem Umfeld
Trotz einer ungleichmässigen Desinflation und anhaltenden geopolitischen Spannungen zeigen sich die Schweizer Investoren verhalten zuversichtlich hinsichtlich der Solidität ihrer Wirtschaft. Für 2026 rechnen 57 % mit einem schwachen Wachstum, was unter den Werten für Frankreich (72 %) und Deutschland (70 %) liegt.
Die Stabilität des Frankens, die Budgetdisziplin, die industrielle Diversifizierung und eine kohärente Geldpolitik erklären diese wahrgenommene Widerstandsfähigkeit. Auf globaler Ebene bleiben die wichtigsten identifizierten Risiken die anhaltende Inflation (45 %), die Zinssätze (45 %) und die Volatilität (38 %).
Impact Investing: eine beschleunigende Dynamik
In der Schweiz setzt sich das Interesse an Impact Investing fort. Zwar halten 47 % der institutionellen Anleger die Integration von ESG-Kriterien für unerlässlich, was unter dem weltweiten Durchschnitt von 51 % liegt, doch planen 63 % eine Erhöhung ihrer Allokationen in Impact-Strategien. Dieser Wert liegt deutlich über den in Deutschland beobachteten 43 % und fast auf dem Niveau der in Frankreich gemessenen 72 %.
Methodik
Die globale Umfrage von Natixis Investment Managers unter institutionellen Investoren wurde im September und Oktober 2025 von CoreData Research durchgeführt. Insgesamt nahmen 515 institutionelle Anleger aus 29 Ländern teil, darunter Nord- und Südamerika, das Vereinigte Königreich, Kontinentaleuropa, Asien und der Nahe Osten.
Quelle: InvestmentWorld
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