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ODDO BHF: Deal or No Deal

ODDO BHF : Deal or No Deal Letzte Chance auf ein Abkommen

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„Der aktuelle EU-Gipfel stellt die letzte Chance dar, den bislang erfolglosen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Grossbritannien eine neue Wende zu geben.

Immerhin forderten die Regierungschefs ihren Unterhändler gestern auf, die Gespräche fortzusetzen. Sollten diese dennoch scheitern, scheidet Grossbritannien mit dem Ende der Übergangsphase am 31. Dezember 2020 endgültig und ohne Handelsabkommen aus dem Binnenmarkt der Europäischen Union aus.

Da die jeweiligen Parlamente noch Zeit für die Ratifizierung eines möglichen Vertrags benötigen, müssten sich die Parteien jetzt sehr schnell – noch im Oktober – verständigen.

Doch mit der Einbringung eines neuen Binnenmarktgesetztes ins britische Unterhaus hat Premierminister Boris Johnson auf Seiten der EU viel Vertrauen verspielt. Das umstrittene Gesetz soll Grenzkontrollen zwischen Nordirland und dem Rest Grossbritanniens verhindern, sollte bis Ende des Jahres kein Freihandelsabkommen mit der EU vereinbart werden können. Doch genau diesen Kontrollen in der Irischen See hatte die britische Regierung Anfang des Jahres in der Austrittsvereinbarung mit der EU zugestimmt. Aber auch in anderen Bereichen ist kaum Kompromissbereitschaft zu erkennen.

Bei den wichtigsten Streitpunkten stocken die Verhandlungen seit Monaten: dem künftigen Zugang von (vor allem französischen) Fischern aus der EU zu britischen Gewässern, der Forderung der EU nach Sicherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen als Gegenleistung für den Zugang zum EU-Binnenmarkt und dem Schlichtungsmechanismus bei eventuellen Streitigkeiten.

Wenn sich die Parteien nicht rechtzeitig einig werden, wird der Handel zwischen der EU und Grossbritannien ab dem nächsten Jahr wieder nach den Regeln der Welthandelsorganisation (Meistbegünstigungsprinzip) ablaufen.

Deutsche Unternehmen verzeichnen schon seit dem Brexit-Referendum 2016 rückläufige Exporte mit deutlichen Umsatzeinbussen nach Grossbritannien. Besonders betroffen vom Rückgang der Ausfuhren sind die Automobilbranche, das Finanz- und Versicherungswesen, die Verkehr- und Logistik- sowie die Elektroindustrie. Unter den Bedingungen des Meistbegünstigungsprinzips würden die europäischen Exporte nach Grossbritannien dann mit einem durchschnittlichen Zollsatz von gut 5 Prozent belastet, die europäischen Importe aus dem Vereinigten Königreich mit knapp 5 Prozent.

Unter solchen Voraussetzungen würde der Aussenhandel mit der Insel in den kommenden Jahren vermutlich weiter schrumpfen.“

Quelle: AdvisorWorld.ch


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