UBP: „Die EZB hat die Märkte nicht wirklich mit ihrer Zinserhöhung überrascht. Vielmehr überraschten einige taubenhafte Formulierungen in ihrer Forward Guidance.
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von Patrice Gautry, Chefvolkswirt der Schweizer Privatbank UBP (Union Bancaire Privée)
Zwar gibt es nach wie vor Inflationsrisiken, doch haben die Leitzinsen ein restriktives Niveau erreicht und könnten nach Ansicht der EZB dort für einen sehr langen Zeitraum verbleiben.
Die EZB hat implizit erklärt, dass die Zinssätze jetzt ihren Höchststand erreicht haben oder diesem sehr nahe sind. Ob es einen weiteren Zinsschritt gibt, hängt von der künftigen Kerninflation ab, die der EZB nach wie vor am wichtigsten sind. Dennoch erwähnte Frau Lagarde, dass die Inflation in den nächsten Monaten aufgrund der sehr positiven Effekte auf Seiten der Energiepreise weiter deutlich zurückgehen dürfte.
Die Formulierung von „hinreichend restriktiven“ Zinssätzen für einen „hinreichend langen Zeitraum“ klingt für die Märkte nun dovisher als in früheren Mitteilungen der EZB. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung dürfte angesichts des erwarteten Szenarios für das Wachstum und die Inflationsentwicklung sinken.“
Quelle: BONDWorld.ch
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