Vanguard : VSV Investment Pulse – ein Anlagebarometer, der anzeigt, wie unabhängige Schweizer Vermögensverwalter investieren
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Jetzt ist ein interessanter Zeitpunkt, um zu untersuchen, wie unabhängige Schweizer Vermögensverwalter investieren. Die hohe Inflation und die steigenden Zinssätze stellen sie vor Herausforderungen, während das Wachstum nachhaltiger Investitionen einen neuen Faktor in ihren Entscheidungsprozess einfliessen lässt. Die Umfrage unter mehr als hundert unabhängigen Vermögensverwaltern bietet Einblicke, wie sie dieses Umfeld strategisch bewältigen.
Die Untersuchung wurde in Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizerischer Vermögensverwalter VSV, der Hochschule Luzern und Vanguard durchgeführt. Als Facilitator lud der VSV seine Mitglieder zur Teilnahme ein, die Hochschule Luzern übernahm die akademischen Forschungsarbeiten und Vanguard unterstützte die Initiative als Sponsor und Vordenker.
Bedarfsorientierte Vermögensallokation – Schweizer Vermögensverwalter betreuen ihren Heimatmarkt in erster Linie mit Direktinvestitionen und aktivem Management
– Da die Inflationsraten in Europa und den USA so hoch sind wie seit Jahrzehnten nicht mehr, sehen sich viele Vermögensverwalter gezwungen, stärker auf Aktienanlagen zu setzen. Die Befragten hielten Übergewichtungen in Schweizer und US-Aktien, Untergewichtungen in anderen Regionen und deutliche Untergewichtungen in Anleihen.
– In näher gelegenen Märkten erkennen Schweizer Vermögensverwalter Chancen, sich von den Konkurrenten abzuheben. Sie investieren mit höherer Wahrscheinlichkeit direkt in Schweizer Aktien und Anleihen, während Fonds und ETFs die bevorzugten Vehikel für Anlagen in Schwellenländern und der Asien-Pazifik-Region sind.
– In ähnlicher Weise bevorzugen Vermögensverwalter bei schweizerischen und europäischen Aktien eher einen aktiven Ansatz, statt einer passiven Indexstrategie. Bei festverzinslichen Anlagen investieren sie in der Regel aktiver in US-amerikanische und europäische Unternehmensanleihen. Mit Blick auf die Zukunft erklärten die Vermögensverwalter in unserer Umfrage, dass sie ihre aktiven Anlagen in Schweizer Aktien erhöhen könnten.
Unter den passiven Investments erweisen sich ETFs als beliebtestes Anlagevehikel
– Der Einsatz von ETFs und Indexfonds weist für Aktien und Anleihen ähnliche Muster auf: Die befragten Vermögensverwalter ziehen in allen Anlageklassen und Regionen ETFs den Indexfonds vor.
– Für Aktien nutzen 56 % der Vermögensverwalter, die zumindest zum Teil in passive Produkte investieren, nur ETFs, 9 % nur Indexfonds und 35 % sowohl ETFs als auch Indexfonds.
-Meistens werden ETFs für amerikanische Aktien verwendet, darauf folgen europäische und Schwellenländeraktien.
– Gemessen am Einsatz für andere Regionen sind Indexfonds für die Region Asien-Pazifik (einschliesslich Japans) besonders beliebt.
– Im Anleihensegment stehen ETFs für amerikanischen Treasury Bonds an der Spitze. Die Daten zeigen, dass Indexfonds für den US-Markt und für Schwellenländer weniger beliebt sind als für andere Regionen.
Geringe Neigung zu nachhaltigen Anlagen – nur 20 % der Schweizer Vermögensverwalter beachten ESG-Faktoren standardmässig
– Während 75 % aller befragten Vermögensverwalter ESG-Kriterien in ihrem Anlageprozess berücksichtigen, schliessen 55 % Nachhaltigkeitsfaktoren ausschliesslich auf Kundenwunsch ein.
– Nur 20 % der befragten Vermögensverwalter – eine klare Minderheit – bedenken ESG-Kriterien standardmässig, während 25 % sie gar nicht beachten.
– Angesichts des erhöhten Wachstums in diesem Segment war diese geringe Neigung zu nachhaltigen Anlagen recht überraschend. Grössere Vermögensverwalter haben in dieser Hinsicht jedoch einen leichten Vorsprung vor ihren kleineren Konkurrenten.
– «Nachhaltige thematische oder Impact-Investments» sind ihre bevorzugte ESG-Strategie, während «Klimastrategien» und «Engagement und Abstimmung» am wenigsten bevorzugt werden.
– Die Umsetzung bleibt den befragten Vermögensverwalter zufolge schwierig, welche Bedeutung auch immer nachhaltigen Anlagen in ihren Strategien zukommt.
– Fehlende Daten und Standards sowie ein beschränktes Produktangebot wurden am häufigsten als Hürden genannt. Daher könnte ein ausgereifterer Markt in der Zukunft bedeutende Entwicklungen mit sich bringen.
Quelle: AdvisorWorld
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