Rühl Thomas Schwyzer Kantonalbank

Schwyzer Kantonalbank : Trump 2.0: Was wäre zu erwarten?

Schwyzer Kantonalbank : An Donald Trump scheiden sich die Geister – weltweit. Die Vorwahlen der Republikanischen Partei und Stimmungsumfragen zeigen jedoch: Eine zweite Trump-Präsidentschaft ist aus heutiger Sicht durchaus möglich.

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Standpunkt Februar 2024

Thomas Rühl, CIO und Leiter Research der Schwyzer Kantonalbank


Auf Einschätzungen zur Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios verzichten wir – da sind Politologinnen und Justiz-Experten gefragt. Wir haben uns jedoch die Frage gestellt, was Anlegerinnen und Anleger zu erwarten hätten:

1. Handelspolitik: «America First»

Gemäss Äusserungen im Wahlkampf sollen sämtliche Importe in die USA mit einem Zoll von 10% belegt werden – auch aus heutigen Partnerländern wie Mexiko und Kanada. Importe aus China würden sogar mit 60% verzollt. Der Welthandel dürfte darunter stark leiden. Eine solche Handelspolitik verteuert den Konsum und wirkt inflationstreibend. Auch für den Schweizer Aktienindex wäre dies schädlich: Die grossen Pharma-Unternehmen würden unter Zöllen im wichtigen US-Markt leiden. Im Gegenzug profitieren binnenorientierte US-Unternehmen von einer solchen Handelspolitik.

2. Höhere Zinsen

Steuersenkungen und höhere Staatsausgaben für Rüstung könnten den staatlichen Schuldenberg weiter erhöhen. Verbunden mit einer höheren Inflation könnten damit die US-Zinsen in einer zweiten Trump-Präsidentschaft eher wieder ansteigen. Aktien- und Obligationenanlagen wären davon generell betroffen.

3. Stärkung der fossilen Energieträger

Kandidat Trump fordert regelmässig eine Abkehr von alternativen Energien und eine Rückkehr zu Kohle, Öl und Gas. Den Unternehmen im Umfeld der erneuerbaren Energien und der Elektromobilität schadet dies direkt. Auf der anderen Seite hilft dies den Aktien im US-Energiesektor.

In einer zweiten Amtszeit Donald Trumps wäre vor allem eines sicher: Seine Unberechenbarkeit. Aus der ersten Amtszeit erinnern wir uns an seine Twitter-Meldungen. Neben Irritation, Unterhaltung und vehementer Zustimmung oder Ablehnung haben diese im Einzelfall auch Kursstürze von Firmen und generelle Unsicherheit ausgelöst.

Wir haben analysiert, wie unsere aktuelle Anlagetaktik im Szenario einer zweiten Trump-Präsidentschaft abschneidet. Insgesamt sind wir überzeugt, dass wir dafür relativ gut positioniert wären. Selbstverständlich werden wir den weiteren Verlauf des Wahlkampfes um die US-Präsidentschaft eng verfolgen und unsere Positionierung gegebenenfalls anpassen.

Aber bis zum Wahltag im November fliesst noch viel Wasser den Potomac runter. Und die eine oder andere Überraschung ist nicht ausgeschlossen.

Quelle: InvestmentWorld.ch


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