Rühl Thomas Schwyzer Kantonalbank

Schwyzer Kantonalbank : Hitzephase vorbei

Schwyzer Kantonalbank : Ängste vor einer Überhitzung der Arbeitsmärkte und einer dauerhaften Inflation haben Anlegerinnen und Anleger längere Zeit beschäftigt. Das Börsengewitter Anfang August und schwächere US-Konjunkturzahlen haben für Abkühlung gesorgt.

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Standpunkt September 2024

Thomas Rühl, CIO und Leiter Research der Schwyzer Kantonalbank


Ausserdem hat sich die Inflation gemildert. Nach der Schweiz und der Eurozone kommt ab September wohl auch die US-Wirtschaft in den Genuss tieferer Leitzinsen.

Eine konjunkturelle Abschwächung ist grundsätzlich schlecht für viele Märkte. Im Kontext der letzten Jahre mit einer hartnäckigen Teuerung und hohen Zinsen ist dies jedoch eher als Rückkehr zur Normalität zu verstehen. Im Rahmen unseres Hauptszenarios für das Jahr 2024 haben wir mit einer solchen Entwicklung gerechnet. Die Gefahr einer übermässigen Abschwächung oder sogar einer Rezession halten wir für gering – dafür gibt es derzeit wenige Anzeichen.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der ersten Leitzinssenkungen sind auch die Renditen längerfristiger Anleihen gesunken. Wir denken, dass dieser Trend mittelfristig so weitergeht. Im Euro und besonders im US-Dollar besteht noch einiges Potenzial für Zinssenkungen. In unserem «Schwerpunkt» vom August haben wir neue Obligationenfonds vorgestellt, mit denen Anlegerinnen und Anleger davon profitieren können. CHF-Obligationen halten wir dagegen für weniger attraktiv. Immobilienanlagen sind wegen der höheren Ausschüttungen bei moderat höherem Risiko im Vorteil.

An den Aktienmärkten hat die Volatilität zugenommen. In den USA sind die Bewertungen und die Gewinnerwartungen recht hoch. In diesem Umfeld lösen bereits kleinere Fragezeichen kurzfristige Rückschläge aus. Ausserdem könnten die US-Wahlen, enttäuschende Konjunkturzahlen oder die Geopolitik weitere Überraschungen bieten. Wir haben Ende Juni aus Risikoüberlegungen den Fuss etwas vom Gas genommen und Aktien neutral gewichtet. Weiterhin favorisieren wir den Schweizer Markt mit seinem eher defensiven Charakter. Eurozonen-Aktien sind stärker konjunkturabhängig und aus unserer Sicht derzeit unattraktiv.

Mit dem baldigen Herbstbeginn sind auch beim Wetter die Hitzewellen vorbei. Wie auch an den Börsen kommt der Regenschirm künftig vermehrt zum Einsatz. Gleichwohl glauben wir, dass die Aussichten für Anlegerinnen und Anleger intakt sind. In unseren Portfolios haben wir aktuell einen moderaten Risikoappetit und sind für weitere Turbulenzen gewappnet.

Quelle: InvestmentWorld.ch


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