Raiffeisen Börse täglich : Der Nahost-Konflikt wird die Börse in der Schweiz auch zum Start in die neue Woche beherrschen.
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DER TAG | Etwas schwächerer Start erwartet
Wie die meisten anderen europäischen Handelsplätze wird die Eröffnung etwas schwächer erwartet. In Asien haben sich die Kurse an einigen Märkten heute jedoch wieder erholt. Daneben wird diese Woche auch von den anhaltenden Unsicherheiten über die Handelspolitik des US-Präsidenten und dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed zur Wochenmitte bestimmt.
SCHWEIZ | SMI von Nahost-Eskalation stark getroffen
Der Angriff Israels auf den Iran hat laut Händlern viele Marktteilnehmer etwas auf dem falschen Fuss erwischt, auch wenn er nicht ganz überraschend gekommen sei. Von Verkäufen im grossen Stil war allerdings nicht die Rede. Während die Aktienmärkte unter Druck waren, profitierten die traditionell sicheren Häfen. Entsprechend näherte sich der Goldpreis am Freitagnachmittag wieder seinem Rekordhoch aus dem April bei knapp 3500 Dollar an. Und auch der Franken spielte seinen Sicherheitsstatus aus und legte – zumindest vorübergehend – deutlich zu. Mit die stärksten Kursabschläge bei den Einzeltiteln im Blue-Chips-Sektor verzeichneten die Luxus- und Uhrenwerte Richemont und Swatch (je -2.8%). Aber auch Anteile aus dem Reisebereich wie der Reisedetailhändler Avolta (-2.6%) und der Flughafen Zürich (-3.5%) gaben deutlich nach. Die Schwergewichte standen zum Wochenschluss trotz ihres defensiven Charakters ebenfalls unter Druck. Am besten hielten sich noch Novartis (-0.9%), vor Roche GS (-1.1%).
GLOBAL | Wehrtechniktitel gefragt
Die Wall Street ist am Freitag den internationalen Börsentrends gefolgt und hat mit der Eskalation im Nahen Osten nur ein Thema gekannt. Investoren flüchteten in sichere Anlagen wie Gold, auch Rüstungs- und Energieaktien profitierten. Die Erdölpreise kannten getragen von Versorgungsängsten nur die Richtung nach oben. Die Rohölpreise stiegen um rund 6% pro Fass und befeuerten somit auch wieder Inflationssorgen. Israels Angriff auf den Iran habe einen Konflikt ausgelöst, der den Ölmarkt in Aufruhr versetzt, weil Anleger die Möglichkeit abwägen, dass er einen Grossteil des Nahen Ostens, der etwa ein Drittel des weltweiten Angebots an diesem Rohstoff liefert, in Mitleidenschaft ziehen könnte, heisst es in Marktkreisen. Bei den Einzelwerten gewannen an der Wall Street Northrop Grumman rund 4% und Lockheed Martin 3.6%. Für Rheinmetall ging es im DAX um 2.3% nach oben. Im Windschatten der steigenden Ölpreise zogen Energieaktien an. Chevron legten um 0.7% zu und Exxon Mobil um 1.5%.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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