Raiffeisen Börse täglich : Der Leitindex SMI hat gestern von den US-Makrodaten Anschub erhalten.
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DER TAG | BoJ hebt Leitzinsen an
Nach der gestrigen Rally dürfte es an der Börse in der Schweiz zunächst mit den Kursen etwas nach unten gehen. Die japanische Notenbank (BoJ) hat ihren Leitzins am Freitagmorgen einstimmig um 25 Basispunkte auf 0.75% angehoben. Dies ist der höchste Stand seit drei Jahrzehnten. Der Ausblick wird als eher falkenhaft beschrieben.
SCHWEIZ | Zinssenkungshoffnungen stützten
Der Leitindex SMI hat gestern von den US-Makrodaten Anschub erhalten. Grund waren tiefere Inflationszahlen für November als vom Markt erwartet, womit die Aussichten auf Zinssenkungen der Fed im kommenden Jahr steigen. Einige Marktbeobachter befürchten allerdings, dass die Berechnung der Novemberdaten fehleranfällig gewesen sein könnte, da wegen des Shutdowns wichtige Daten für den Oktober fehlen. Die Veröffentlichung der EZB-Zinsentscheidung schlug dagegen keine grossen Wellen. Die EZB beliess den Einlagensatz wie erwartet bei 2.0%. «Der Markt hat zusätzliche Zinssenkungen inzwischen vollständig ausgepreist», sagte ein Börsianer dazu. Zu den Einzelwerten: An die Spitze der Gewinner standen die Finanzwerte Partners Group (+3.0%) sowie Julius Bär und UBS (je +2.5%). Ebenfalls Anschub erhielten die Tech-Werte VAT (+2.7%) sowie am breiten Markt Comet (+10.7%), Inficon (+2.7%) und Ams Osram (+1.2%). Grund dafür war laut Marktteilnehmern unter anderem ein optimistischer Ausblick des US-Speicherchipspezialisten Micron. Mit Lindt&Spüngli (+1.0%) und Barry Callebaut (+2.2%) waren auch Aktien aus dem Nahrungsmittelbereich gefragt.
GLOBAL | Micron Technology im Höhenflug
Günstige Inflationsdaten haben gestern eine viertägige Durststrecke an der Wall Street beendet. Der Preisauftrieb in den USA hatte sich im November überraschend abgeschwächt und gab der Hoffnung auf weitere US-Zinssenkungen neue Nahrung. Die Preise stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2.7%, während Volkswirte einen Anstieg um 3.1% vorhergesagt hatten. Der ebenfalls stark beachtete Philadelphia-Fed-Index fiel im Dezember wider Erwarten tiefer in negatives Terrain. Gestützt wurde die Stimmung bei den Technologiewerten vor allem durch Micron Technology (+10.2%). Der Halbleiterkonzern schnitt im ersten Geschäftsquartal klar besser als prognostiziert ab und lieferte einen starken Ausblick. Mit den starken Geschäftszahlen wurden Sorgen über ungerechtfertigt hohe Sektorbewertungen etwas gemildert, denn der Geschäftsausweis wurde als Beleg für eine intakte KI-Nachfrage interpretiert.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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