LGT Navigator : Die eskalierenden Kampfhandlungen unter Beteiligung des Iran, der USA und Israels haben zu Wochenbeginn die Anlegerinnen und Anleger weiter verunsichert.
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Die meisten grossen asiatischen Aktienmärkte gaben am Dienstag nach, da die zunehmenden Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran die Risikobereitschaft belasteten. Der südkoreanische Leitindex KOSPI führte nach einem langen Wochenende die Verluste an und fiel um 7.2%, belastet durch Gewinnmitnahmen bei grossen Technologie- und Autoherstellern. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank um 3.1%, nachdem die Anlegerinnen und Anleger robuste Investitionen in Sachanlagen im vierten Quartal, einen unerwarteten Anstieg der Arbeitslosenquote im Januar sowie eher restriktive Kommentare der Bank of Japan verarbeiteten. Australiens S&P/ASX 200 verlor 1.3%. Der Hang Seng Index in Hongkong gab 1.1% nach, und der CSI 300 auf dem chinesischen Festland fiel um 1.4%. An den Rohstoffmärkten setzten die Ölpreise ihren Anstieg am Dienstag fort: Brent-Rohöl notierte knapp unter USD 80 und West Texas Intermediate (WTI) bei rund USD 73 pro Barrel, da sich die Anlegerinnen und Anleger auf mögliche Angebotsunterbrechungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten konzentrierten, nachdem der Iran die Schliessung der Schifffahrtsroute durch die Strasse von Hormus gemeldet hatte. Gold gab um 0.4% auf rund USD 5310 je Feinunze nach und Silber verlor nahezu 7%, da die Investorinnen und Investoren den US-Dollar und höher rentierende Anlagen bevorzugten.
Wall Street stabil
Die US-Aktienmärkte schlossen am Montag trotz des Krieges insgesamt kaum verändert. Der Dow Jones Industrial sank um 0.2% auf 48904.78 Punkte, der S&P 500 legte leicht auf 6881.62 zu und der Nasdaq 100 gewann 0.1% auf 24992.60. Der viel beachtete Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) für das verarbeitende Gewerbe im Februar ging weniger stark als erwartet zurück und blieb mit 52.4 im Expansionsbereich. Allerdings liessen robuste Preisbestandteile die Inflationssorgen wieder aufleben und dämpften die Hoffnungen auf rasche Zinssenkungen durch die US-Notenbank.
Europäische Aktien geben nach
Die europäischen Aktienindizes gerieten am Montag unter Druck, da der Krieg einen deutlichen Anstieg der Öl- und Gaspreise auslöste und insbesondere Tourismus- und Autotitel belastete, während Energiewerte und Rüstungsaktien profitierten. Der Leitindex der Eurozone, der Euro Stoxx 50, fiel am Montag um 2.4% auf 5988.46 Punkte. Der deutsche DAX verlor 2.4% auf 24672.40 Punkte und der französische CAC 40 gab 2.2% auf 8394.32 Punkte nach. Reise- und Freizeittitel büssten mehr als 5% ein, angeführt von einem Rückgang von nahezu 10% bei Tui und deutlichen Kursverlusten bei Fluggesellschaften wie Air France-KLM, IAG und EasyJet. In der Makroökonomie kehrte die Industriekonjunktur in der Eurozone im Februar in den Expansionsbereich zurück: Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg von 49.5 im Januar auf 50.8 und erreichte damit den höchsten Stand seit 44 Monaten.
Schweizer Detailhandelsumsätze leicht rückläufig
Die Umsätze im Schweizer Detailhandel sind im Januar im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres um 1.8% zurückgegangen, wie aus provisorischen Daten des Bundesamts für Statistik vom Montag hervorgeht. Real, also um die Inflation bereinigt, sanken die Umsätze um 1.1% und machten damit den Anstieg von 2.8% im Dezember wieder wett. Am stärksten betroffen war der Non-Food-Bereich mit einem Rückgang von 2.7%. Der Schweizer Leitindex SMI verlor am Montag 1.4% und schloss bei 13815.95 Punkten, während der Franken gegenüber anderen wichtigen Währungen an Boden verlor.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.
Konjunkturdaten im Fokus: Verbraucherpreisindex Eurozone (11:00) und Spring Statement Grossbritannien (13:30).
Quelle: InvestmentWorld.ch
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