Raiffeisen Börse täglich : Der Iran-Krieg hat gestern zu einer Verkaufswelle an den Finanzmärkten geführt.
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DER TAG | Börse stabilisiert sich etwas
Die Börse in der Schweiz wird nach dem Ausverkauf der vergangenen beiden Tage heute zum Handelsstart etwas höher erwartet. Die Ölpreise steigen aktuell nicht mehr ganz so stark und aus dem Devisenmarkt weicht ein wenig die Volatilität. Damit scheint am Kapitalmarkt zunächst das erhöhte Risiko eingepreist zu sein. Analysten rechnen aber mit schnellen und heftigen Ausschlägen, sollte sich die Nachrichtenlage ändern.
SCHWEIZ | Verkaufswelle an den Börsen
Der hiesige Leitindex SMI und die anderen grossen europäischen Börsen rauschten in die Tiefe. Was lange als geopolitisches Hintergrundrauschen wahrgenommen wurde, wird jetzt als reales Marktrisiko eingepreist. Der Faktor Energie und die Entwicklung des Ölpreises sind dabei die neuralgischen Punkte. Die Anleger dürften in den Panikmodus schalten, wenn etwa die Rohölpreise die Marke von 100 Dollar erreichen oder über mehrere Wochen über dem Preisniveau von 90 Dollar verweilen, kommentierte ein Experte. Im SMI waren fast alle Einzeltitel im Minus. Die einzige Ausnahme war Kühne+Nagel (+0.4%). Laut Analysten hat dies nicht nur mit den gestern präsentierten Zahlen zu tun, sondern auch mit dem Krieg im Iran. «So zynisch es ist, aber Kühne+Nagel profitiert von solchen Ereignissen», sagte ein Börsianer. Geschlossene Flughäfen führen dazu, dass kurzfristig alternative Luftfrachtlösungen gefunden werden müssen. Zudem hat der operative Gewinn des Logistikkonzerns die Erwartungen übertroffen.
GLOBAL | Iran-Krieg holt Wall Street ein
Nachdem die US-Börsen am Montag kaum auf den Krieg im Iran reagierten, hat der weitere Kreise ziehende Konflikt die Wall Street gestern eingeholt. Zunehmend machte sich Nervosität breit. Allerdings konnten die wichtigsten Indizes im Handelsverlauf einen Grossteil ihrer Verluste wieder wettmachen, nachdem die USA einen Schutz für Öltanker in der Strasse von Hormus signalisierten. Der Iran hat gedroht, die Energieinfrastruktur zu zerstören und Schiffe «zu verbrennen», die die Strasse von Hormus passieren – ein wichtiger Transportweg für Öl. Anleger fürchten, dass steigende Ölpreise die Inflation in die Höhe treiben und die US-Notenbank längere Zeit davon abhalten wird, ihre Geldpolitik zu lockern. Aus Branchensicht mieden Anleger zuletzt vor allem Minenbetreiber, nachdem der Goldpreis stark unter Druck gekommen war. Coeur Mining verloren gut 10% und Newmont mehr als 8%
Quelle : InvestmentWorld.ch
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