Raiffeisen Börse täglich : Der vorsichtige Erholungsversuch am Mittwoch ist bereits wieder Geschichte.
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DER TAG | Volatilität hält an
Diese Woche ist wie eine Berg- und Talfahrt, in der die Anleger zwischen Furcht und Hoffnung schwanken. Nach dem gestrigen Einbruch wird der Aktienmarkt in der Schweiz heute zum Handelsbeginn in der Seitwärtslinie erwartet. Die Befürchtung am Markt ist, dass eine anhaltende Ölpreiskrise den Spielraum für Zinssenkungen der Fed verringert, insbesondere wenn die Gesamtinflation wieder anzieht.
SCHWEIZ | Wisekey im Höhenflug
Der vorsichtige Erholungsversuch am Mittwoch ist bereits wieder Geschichte. Kurz nach der Handelseröffnung hatten gestern Gerüchte über einen möglichen Verhandlungswillen des Iran mit Blick auf das Atomprogramm die Börsen noch angetrieben. Doch mit weiteren militärischen Aktionen im Tagesverlauf kippte die Stimmung wieder klar ins Negative. Bei den Einzelwerten standen Kühne+Nagel (-1.9%) unter Druck. Die drei SMI-Schwergewichte Novartis (-2.2%), Roche (-2.0%) und Nestlé (-0.6%) schlossen ebenfalls im Minus. Indes überstrahlten Galderma (+7.0%) bei den Midcaps nach ihren Jahreszahlen die ansonsten gedämpfte Stimmung. Vor allem der positive Ausblick, getragen vom Hoffnungsträger Nemluvio, kam gut an. In «Sippenhaft» mit der Konkurrenz wurden Sonova (-5.5%) genommen. Der italienische Hörgerätehersteller Amplifon hatte einen Gewinnrückgang vermeldet, was dessen Aktien in Mailand auf Talfahrt schickte. Auf ein positives Echo stiess der Umsatzsprung von Wisekey (+12.0%).
GLOBAL | Sorgen um steigende Energiepreise
Nach einer kleinen Erholung zur Wochenmitte haben die US-Börsen gestern wieder nachgegeben. Für Verunsicherung sorgen die im Zuge des Iran-Kriegs erneut gestiegenen Ölpreise. Ausserdem fielen die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten überraschend robust aus. Beides weckt Inflationssorgen und lässt die Renditen am Anleihemarkt steigen. Der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen. Dadurch sind die Öllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen worden, ihre Produktion zu drosseln. China versucht bereits, Kraftstoff zu sparen, und japanische Raffinerien fordern die Freigabe strategischer Erdölreserven. Unter den Einzelwerten stand Broadcom mit Zahlen und Aussagen zum weiteren Geschäftsverlauf im Fokus. So stimmen die KI-bezogenen Geschäfte des Halbleiterkonzerns für das zweite Geschäftsquartal optimistisch. Die Papiere von Broadcom stiegen unter den gefragtesten Werten im Nasdaq 100 um knapp 5%.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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