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LGT Navigator : Sorge um die Ölversorgung schwappt durch die Märkte

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LGT Navigator : Ölpreise hielten sich am Freitag nahe Mehrmonatshochs, da der eskalierende Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran die Angebotsrisiken in der Strasse von Hormus im Fokus hielt und Befürchtungen über wieder anziehende Inflationsrisiken schürte.

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Die Wall Street und die wichtigsten europäischen Indizes hatten am Donnerstag mit Verlusten geschlossen, während die Renditen von Staatsanleihen anzogen und Risikoanlagen belasteten. Die asiatischen Börsen zeigten sich am Freitag gemischt, blieben aber trotz einer befristeten Ausnahmeregelung der US-Regierung, die Indien den Wiederkauf von russischem Rohöl erlaubt, auf Kurs für deutliche Wochenverluste. Im weiteren Tagesverlauf richten Anlegerinnen und Anleger ihre Aufmerksamkeit auf den US-Arbeitsmarktbericht, um weitere Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs zu erhalten.

Die Ölpreise stabilisierten sich am Freitag in Asien nach fünf Gewinntagen in Folge auf hohem Niveau: Brent-Rohöl notierte bei rund USD 85.35 je Barrel und West Texas Intermediate (WTI) bei etwa USD 80.75 je Barrel, beide im Tagesverlauf nahezu unverändert. Auf Wochensicht steuerten beide Referenzsorten jedoch weiterhin auf ein Plus von mehr als 17% zu, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung um knapp 5% beziehungsweise über 8% angesprungen waren. Die Kursbewegungen standen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran, der am Freitag in den siebten Tag ging. Anhaltende Raketenangriffe und Schäden an der Infrastruktur schürten Befürchtungen über Angebotsunterbrüche, insbesondere in der Strasse von Hormus, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen transportiert werden. Der Goldpreis zeigte sich im Zuge der Nachfrage nach sicheren Häfen etwas fester und lag bei rund USD 5120 je Feinunze, während sich der US-Dollar-Index auf hohem Niveau hielt, da Händlerinnen und Händler Sicherheit suchten. Bitcoin gab nach einem Kurssprung zur Wochenmitte etwas nach und notierte bei rund USD 70’600.

Asiens Börsen unter Druck trotz Indien-Ausnahme

Die Aktienmärkte in Asien präsentierten sich am Freitag zwar gemischt, steuerten aber auf deutliche Wochenverluste zu. Befürchtungen, dass die Kämpfe die Lieferungen durch die Strasse von Hormus stören könnten, setzten Aktien und Währungen in grossen ölimportierenden Ländern unter Druck. Der japanische Nikkei 225 legte zwar um 0.5% zu, lag aber für die Woche weiterhin auf Kurs für ein Minus von 6%. Der koreanische Kospi bewegte sich kaum, steuerte aber auf einen Wochenrückgang von nahezu 11% zu. Australiens S&P/ASX 200 notierte am Freitag 1% tiefer, und Indiens Nifty 50 verlor 0.6% – obwohl die US-Regierung Indien am Donnerstag eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung erteilte, um die Käufe von russischem Rohöl wieder aufzunehmen und damit einige Angebotsängste zu dämpfen. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann 1.7%, und Chinas CSI 300 legte um 0.2% zu.

US-Aktien geben nach, Renditen steigen

Die US-Aktienindizes drehten am Donnerstag wieder nach unten: Der Dow Jones Industrial Average verlor 1.6% auf 47’954.74 Punkte, der S&P 500 gab 0.6% auf 6830.71 Punkte nach, und der Nasdaq 100 sank um 0.3% auf 25’020.41 Punkte. Steigende Ölpreise und robuste wöchentliche Arbeitsmarktdaten schürten erneut Inflationssorgen und liessen die Renditen am Anleihenmarkt anziehen. Die Rendite 2-jähriger US-Staatsanleihen lag bei rund 3.6%, jene der 10-jährigen Treasuries bei etwa 4.1%. Die Eskalation des Iran-Kriegs – darunter Angriffe auf die Türkei, den Libanon und die Schifffahrt in der Nähe der Strasse von Hormus – hat die Rohöllieferungen aus dem Persischen Golf stark beeinträchtigt und die Risikoaversion der Anlegerinnen und Anleger nach einer kurzen Stimmungsaufhellung am Vortag wieder erhöht.

Europäische Aktien kehren Kursgewinne um

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes machten am Donnerstag frühe Gewinne wieder zunichte. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, verlor 1.5%, nachdem ein erneuter Ölpreissprung im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg die Anlegerinnen und Anleger verunsichert hatte. Reise- und Freizeittitel gerieten nach einer kurzen Erholung am Vortag erneut unter Druck. Der Schweizer Leitindex SMI sank um 1.5%, nachdem Daten vom Donnerstag zeigten, dass die Arbeitslosigkeit in der Schweiz im Februar unverändert bei 3.2% lag. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen ging gegenüber Januar zwar um 0.8% auf 151’076 Personen zurück, lag aber immer noch 11.5% höher als vor einem Jahr.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.

Konjunkturdaten im Fokus: Bruttoinlandsprodukt Eurozone (11:00), Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde spricht (11:00), US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) (14:30), Arbeitslosenquote USA (14:30) und Einzelhandelsumsätze USA (14:30).

Quelle: InvestmentWorld.ch


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