Raiffeisen Börse täglich : Anleger müssten die Risiken des geopolitischen Konflikts im Nahen Osten Tag für Tag neu einschätzen, kommentierte gestern ein Marktanalyst die aktuellen Turbulenzen an den Aktienmärkten.
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DER TAG | Iran-Krieg weiter im Fokus
Auch am letzten Handelstag der Woche zeichnet sich für den Aktienmarkt in der Schweiz keine Besserung ab. Nach wie vor richten sich alle Blicke auf die Entwicklungen im Nahen Osten und damit auf das Auf und Ab des Ölpreises. Die Lage bleibt Händlern zufolge nach wie vor äussert angespannt.
SCHWEIZ | Starke Ausschläge nach Zahlen
Anleger müssten die Risiken des geopolitischen Konflikts im Nahen Osten Tag für Tag neu einschätzen, kommentierte gestern ein Marktanalyst die aktuellen Turbulenzen an den Aktienmärkten. Entsprechend extrem ist die Volatilität. «Diese permanente Unsicherheit zerrt am Nervenkostüm der Investoren», meinte ein Händler. Neben dem Krieg stand die Berichtssaison im Fokus. Hierzulande veröffentlichten mit Swiss Life (-2.3%) und Geberit (-0.3%) zwei Titel aus dem SMI ihre Geschäftszahlen. Marktakteure hatten an den Zahlen der beiden Unternehmen grundsätzlich nichts auszusetzen. So steigerte der Versicherer Swiss Life das Betriebsergebnis weiter. Auch Geberit erfüllte die Erwartungen des Marktes. In beiden Fällen wurde unter anderem auf die noch immer relativ hohe Bewertung der Titel als Grund für Gewinnmitnahmen verwiesen. Bei Swiss Life habe man zudem eine etwas höhere Dividende erwartet, hiess es. Zudem fielen Roche (GS -3.6%) mit einem überdurchschnittlichen Kursrückgang auf. Sie wurden allerdings ohne die Dividende von 9.8 Franken gehandelt und waren somit vor allem optisch sehr schwach.
GLOBAL | Ölpreisrally schürt Inflationssorgen
Wie schon am Mittwoch galt gestern an der Wall Street: Ölpreise rauf, Aktienkurse runter. Anlegern missfiel, dass die Ölpreise trotz der Freigabe von Reserven durch die Internationale Energieagentur weiter stiegen. Angesichts iranischer Attacken auf den Energiesektor im Persischen Golf kostete ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent teils wieder mehr als 100 US-Dollar. Gestiegene Ölpreise befeuerten die Inflationssorgen – in der Folge stiegen am Anleihemarkt die Renditen weiter. Aktuell rechnen Finanzmarktakteure nicht mehr mit Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed in diesem Jahr. Unter den Einzelwerten stiegen dementsprechend die Ölwerte weiter an. So gewannen Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips zwischen 1.3% und 2.8%. Papiere aus der Düngemittelbranche waren ebenfalls gefragt, da die Strasse von Hormus auch für den Schwefelbedarf, einem Bestandteil von Düngespezialitäten, bedeutend ist. Die Anteilsscheine von CF Industries waren gar auf ein Rekordhoch von gut 13% geklettert.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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