Raiffeisen Börse täglich : Der schweizerische Aktienmarkt hat am Freitag nach zweitägiger Talfahrt erneut mit Abgaben geschlossen.
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DER TAG | Kräftige Verluste zu Wochenbeginn
Die Schweizer Börse dürfte heute mit deutlichen Verlusten eröffnen. Auch die anderen Börsen Europas reagieren auf das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran voraussichtlich mit einer neuen Verkaufswelle. Brent notiert am Morgen wenig verändert bei 112 Dollar das Barrel, und damit nur leicht unter den Höchstständen von knapp 120 Dollar seit Ausbruch des Krieges im Nahen Osten. Ohne die Freigabe der strategischen Ölreserven würde der Ölpreis nach Einschätzung vieler Experten vermutlich noch wesentlich höher liegen. Zunehmend setzt sich am Markt die Meinung durch, dass der Konflikt länger andauern dürfte.
SCHWEIZ | SMI schloss am Freitag schwächer
Der schweizerische Aktienmarkt hat am Freitag nach zweitägiger Talfahrt erneut mit Abgaben geschlossen. Der ohnehin sehr hohe Ölpreis zog zeitweise weiter an und schürte einerseits Inflationssorgen und andererseits Wachstumsängste. Das Wochenminus liegt damit bei 4.0%. Im Sog der Kriegssorgen büssten Wertpapiere fast über alle Branchen hinweg klar an Wert ein. Am stärksten getroffen wurden Swisscom (-2.5%), die sich zuletzt noch recht stabil hielten. Deutliche Abgaben von 2.1% gab es auch bei Alcon, ABB und Kühne+Nagel. Unter Druck gerieten erneut Finanzwerte wie Julius Bär (-1.7%) und die UBS (-0.7%). Der UBS halfen dabei auch nicht die Neuigkeiten, dass sie wie angestrebt eine Bankenlizenz in den USA erhielt. Partners Group büssten 1.3% ein. Im frühen Handel hatten Finanzwerte noch zu den grössten Gewinnern gezählt, die Stimmung drehte dann um den Mittag. Keine Stütze waren auch die defensiven Schwergewichte. Die Pharmariesen Novartis (-1.1%) und Roche (-1.6%) sowie der Lebensmittelkonzern Nestlé (-1.1%) büssten in etwa im Marktdurchschnitt ein. Im breiten Markt verloren Cham Swiss Properties (-5.0%) und CFT (-7.3%) nach Zahlen klar an Boden.
GLOBAL | Auch Wall Street im Minus
Die Wall Street hatte ihre Abschläge am Freitag im Verlauf ausgebaut. Zeitweise wieder gestiegene Erdölpreise belasteten die US-Börsen. Der hohe Ölpreis schürte einerseits Inflations- und andererseits Wachstumsängste. Dieses Stagflationsumfeld lieferte aus Analystensicht kaum Kaufargumente für Aktien. In den vergangenen Tagen hatten die wichtigsten Notenbanken weltweit die Inflationsgefahren thematisiert- bedingt durch den Ölpreisschock. Zudem wurde die Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi in Kuwait Ziel eines Drohenangriffs, worauf einige Teile der Raffinerie ihren Betrieb einstellen mussten.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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