Die Jahresrechnung 2022 von Raiffeisen Schweiz und die konsolidierte Jahresrechnung 2022 der Raiffeisen Gruppe wurden genehmigt
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Thomas A. Müller, Verwaltungsratspräsident von Raiffeisen Schweiz
Als inlandorientierte Universalbank, die sich auf das Retailgeschäft konzentriert, hat die Genossenschaftsgruppe ein starkes Geschäftsmodell, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Mit ihrer neuen Gruppenstrategie hat die Raiffeisen Gruppe im November 2019 ihre Prioritäten für die kommenden Jahre gesetzt. Dabei immer im Fokus: die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden. Entlang den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden hat Raiffeisen Schweiz auch die bedeutendste Statutenrevision der vergangenen Jahre erarbeitet, in Rahmen eines Austausches gemeinsam mit den Raiffeisenbanken finalisiert und schliesslich an der heutigen Generalversammlung zur Abstimmung gebracht. Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz hat der Generalversammlung Änderungen an rund 50 Artikeln aus den Statuten von Raiffeisen Schweiz und der Raiffeisenbanken vorgeschlagen. Die Generalversammlung hat sämtlichen Änderungen zugestimmt.
Thomas A. Müller, Verwaltungsratspräsident von Raiffeisen Schweiz, zur Modernisierung der Statuten: «Raiffeisen ist erfolgreich, hat die richtigen Prioritäten gesetzt und ist gut aufgestellt. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg zählt für uns auch die kontinuierliche Weiterentwicklung als Genossenschaftsgruppe. In den letzten fünf Jahren haben die Raiffeisenbanken und Raiffeisen Schweiz gemeinsam intensiv daran gearbeitet, unsere genossenschaftlichen Grundlagen zu modernisieren. Mit der heutigen Generalversammlung kamen die Bemühungen zu einem erfolgreichen Abschluss.»
Starkes Zeichen an Kundinnen und Kunden
Bereits heute kann man bei jeder Raiffeisenbank in der Schweiz Kundin oder Kunde werden. Nun haben die Raiffeisenbanken auch der Öffnung des Geschäftskreises für die Mitgliedschaft zugestimmt. Das heisst, jeder und jede kann neu – unabhängig von Wohn-, Arbeitsort oder Firmendomizil – bei jeder Raiffeisenbank in der ganzen Schweiz Genossenschafterin oder Genossenschafter werden. Der Zugang zu Finanzierungen wird damit für Kundinnen und Kunden nochmals deutlich vereinfacht. Die aktive Marktbearbeitung der einzelnen Raiffeisenbanken orientiert sich aber weiterhin an ihrem jeweils eigenen Geschäftskreis. Ausserdem haben die Raiffeisenbanken zugestimmt, dass Zweck und Aufgaben der Raiffeisenbanken künftig flexibler gestaltet werden können. Damit steht es den Raiffeisenbanken offen, ein breiteres Dienstleistungsangebot im Rahmen der Gruppenstrategie anzubieten.
Die Generalversammlung von Raiffeisen Schweiz hat zur weiteren Stärkung der guten Corporate Governance sowie zum Ausbau einer ausgewogenen personellen, fachlichen und kompetenten Zusammensetzung der Verwaltungsräte der Raiffeisenbanken unter anderem der Vereinheitlichung der Gremiengrösse und der Amtszeitenbeschränkung zugestimmt. Zudem haben die Raiffeisenbanken einer Präzisierung des ihnen gegenüber geltenden Weisungsrechts von Raiffeisen Schweiz zugestimmt. Mit dieser Präzisierung stärkt die Gruppe ihre Stabilität in einem Krisenfall, sichert den Solidaritäts- und Haftungsverbund und schärft die gruppenweite Risikosteuerungs- und Überwachungsfunktion von Raiffeisen Schweiz. Ausserdem wurde das neue Finanzierungskonzept von Raiffeisen Schweiz genehmigt. Dadurch werden die Grundlagen für den Leistungskatalog angepasst, die die Basis für die Leistungserbringung von Raiffeisen Schweiz gegenüber den Raiffeisenbanken bilden. Damit wurde eine letzte zentrale Erwartung aus dem Reformprozess erfüllt.
«Raiffeisen hat 2019 als Basis eine Gruppen-Governance geschaffen und treibt mit den aktuellen Beschlüssen der Generalversammlung die Modernisierung des Geschäfts weiter voran. Der rechtliche Rahmen wurde flexibilisiert und an strategische Anforderungen angepasst. Der heutige Beschluss zu den Reformen ist ein starkes Zeichen der Raiffeisen Gruppe an Kundinnen und Kunden und die hohen Zustimmungsraten zeigen die Einigkeit innerhalb der Gruppe», sagt Thomas A. Müller. Die Anpassungen, die die Statuten der Raiffeisenbanken betreffen, werden im kommenden Jahr den Mitgliedern der einzelnen Raiffeisenbanken zur Abstimmung vorgelegt.
Jahresrechnung genehmigt
Die Jahresrechnung 2022 von Raiffeisen Schweiz und die konsolidierte Jahresrechnung 2022 der Raiffeisen Gruppe wurden von den Vertreterinnen und Vertretern der Raiffeisenbanken genehmigt. Eine deutliche Mehrheit der Stimmberechtigten hat dem Vergütungsbericht 2022 wie auch dem Vergütungsrahmen für den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz für das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen einer Konsultativabstimmung zugestimmt. Zudem wurde Ernst & Young (EY) als obligationenrechtliche Revisionsstelle von Raiffeisen Schweiz und den Raiffeisenbanken für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren bestätigt.
Raiffeisen: zweitgrösste Bankengruppe in der Schweiz
Die Raiffeisen Gruppe ist die führende Schweizer Retailbank. Die zweite Kraft im Schweizer Bankenmarkt zählt über zwei Millionen Genossenschafterinnen und Genossenschafter sowie 3,64 Millionen Kundinnen und Kunden. Die Raiffeisen Gruppe ist an 803 Standorten in der ganzen Schweiz präsent. Die 220 rechtlich autonomen und genossenschaftlich organisierten Raiffeisenbanken sind Mitglieder in der Raiffeisen Schweiz Genossenschaft. Die Raiffeisen Schweiz Genossenschaft hat die strategische Führungs- und Aufsichtsfunktion der gesamten Raiffeisen Gruppe inne. Mit Gruppengesellschaften, Kooperationen und Beteiligungen bietet die Raiffeisen Gruppe Privatpersonen und Unternehmen ein umfassendes Produkt- und Dienstleistungsangebot an. Die Raiffeisen Gruppe verwaltete per 31. Dezember 2022 Kundenvermögen in der Höhe von 242 Milliarden Franken und Kundenausleihungen von rund 215 Milliarden Franken. Der Marktanteil im Hypothekargeschäft beträgt 17,6 Prozent. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 281 Milliarden Franken.
Quelle : AdvisorWorld.ch
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