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Jupiter AM : Asien-Pazifik (ohne Japan): Worauf wir aktuell schauen

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Jupiter AM  : Australien kann auf ein starkes Bevölkerungswachstum zurückblicken – in den letzten 50 Jahren wuchs die Bevölkerung im Schnitt um 1,4% pro Jahr.

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Von Jason Pidcock (Photo ) und Sam Konrad, Investment Managers, Asian Equity Income, bei Jupiter AM


Australiens enormer Wohlstand

…Seit 1972 hat sich die Bevölkerung verdoppelt, auf 26,5 Millionen im ersten Quartal 2023. Dabei hat sich das Bevölkerungswachstum etwa gleichmässig auf Zuwanderung und natürliches Wachstum verteilt.

In Verbindung mit dem starken Bevölkerungswachstum stützt das australische Alterssicherungssystem mit seinen Pflichtbeiträgen zum Superannuation-System der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge die Assetpreise und sorgt für einen rasch wachsenden Pool an Altersvorsorgegeldern, der bereits der viertgrösste der Welt ist. Der Intergenerational Report 2023 (IGR) prognostiziert einen weiteren Anstieg des Rentenvermögens auf ca. 218% des BIP bis 2062/63 – von aktuell 3 Bio. $ auf bis zu 33 Bio. $ in den Jahren 2062/63. Das durchschnittliche Haushaltsvermögen der Altersgruppe 55+ liegt bei etwa 2 Mio. $ (Kalenderjahre 22/23). Die Leistungen aus dem Superannuation-System (ohne Self-Managed Superannuation Funds (SMSFs)) sind 2022/2023 gegenüber den Vorjahren um 20% auf 102 Mrd. $ gestiegen, was einem Anteil von mehr als 8% am Haushaltseinkommen entspricht.

Es gibt langfristige strukturelle Gründe, die erwarten lassen, dass Australien ein attraktives Ziel für auslän- dische Auswanderer bleiben wird. Dazu gehört die relative Widerstandsfähigkeit der australischen Wirtschaft, die drei Jahrzehnte lang (bis zur Covid-19-Pandemie) keine Rezession erlebt hat, wodurch der Lebensstandard auf eines der höchsten Niveaus der Welt gestiegen ist. Gleichzeitig besteht ein hohes Vertrauen in die australische Regierung und die institutionellen Rahmenbedingungen, die Einfluss auf die Lebensqualität haben.

Die australische Bevölkerung altert. Durch den anhaltenden Strom von Zuwanderern hat sich die Alterungs- rate jedoch deutlich verlangsamt (d. h. verbessert). Insgesamt liegt das Medianalter der australischen Bevölkerung bei 37,9 Jahren und damit bereits deutlich – um drei Jahre – unter dem OECD-Durchschnitt. Bis 2050 wird das Medianalter in Australien zwar voraussichtlich auf 41,8 Jahre ansteigen. In vielen anderen Ländern wird die Bevölkerung jedoch schneller altern. Dadurch dürfte das Durchschnittsalter der australischen Bevölkerung bis 2050 um rund fünf Jahre und damit noch deutlicher unter dem OECD-Durchschnitt liegen.

Der Anteil der Zuwanderer mit Hochschulabschluss liegt in Australien bei 62%. Damit gehört er nicht nur zu den höchsten der Welt, sondern ist auch deutlich höher als unter der in Australien geborenen Bevölkerung (43%). Die australische Regierung erzielte 2022/23 einen Haushaltsüberschuss von 0,9% des BIP (oder 22 Mrd. $). Damit stand Australien deutlich besser da als vergleichbare Volkswirtschaften.

Konrad Sam Jupiter AM
Sam Konrad Jupiter AM

Indien – Modi dürfte die Parlamentswahlen gewinnen

Der Sieg der von Modi geführten Bharatiya Janata Party (BJP) bei den Wahlen in den drei Bundesstaaten Madhya Pradesh, Rajasthan und Chhattisgarh fiel wesentlich deutlicher aus als von den Meinungsforschern und Märkten vorhergesagt bzw. erwartet. Damit verbessern sich Modis Chancen auf einen Sieg bei den diesjährigen Parlamentswahlen und die Aussicht auf eine Mehrheit von mehr als 300 Sitzen für die BJP. Bei den jüngsten Wahlen in vier Bundesstaaten hat die BJP jeweils Sitze und Stimmenanteile hinzugewonnen. Im Jahr 2018 hatte die BJP die Wahlen in den Bundesstaaten Madhya Pradesh, Rajasthan und Chhattisgarh an die Kongresspartei verloren. Alle drei wurden jetzt mit klaren Mehrheiten zurückgewonnen.

Gemessen am Inlandsumsatz (in den neun Monaten bis September 2023, Quelle: NielsenIQ) ist ITC zu Indiens grösstem Hersteller von schnelldrehenden Konsumgütern (FMCG) im Lebensmittelbereich aufgestiegen. ITC hat sich als grösster Anbieter abgepackter Lebensmittel etabliert (mehr als 25 Dachmarken, Gesamtreichweite/direkte Reichweite 7/2,6 Mio.) und profitiert von der Formalisierung sowie einer hohen Innovationsintensität. Das Unternehmen gehört in den meisten Kategorien zu den Top 3 und hat Marktanteile hinzugewinnen können (Mehlsorten der Marke Aashirvaad, Sunrise, Premium-Kekse). Drei von vier Haushalten kaufen die Lebensmittelmarken von ITC und drei Viertel des indischen Einzelhandels führen diese Marken. ITC vertreibt seine Produkte in 7 Millionen Verkaufsstellen und hat in den letzten drei Jahren 300 neue Produkte auf den Markt gebracht.

Weiterhin schwieriges Umfeld für China Der offizielle

Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China ist zuletzt auf 49 gesunken. Damit lag er unter dem Medianwert der Prognosen von Wirtschaftsexperten von 49,6 (Quelle: National Bureau of Statistics) und den dritten Monat in Folge unter der 50-Punkte-Marke. Die Beschäftigung war zum neunten Mal in den letzten zehn Monaten rückläufig. Durch den nachlassenden Inflationsdruck erreichten die chinesischen Realzinsen (ein Mass für die tatsächlichen Kreditkosten) im November mit 3% den höchsten Stand seit fast drei Jahren. In einem anhaltend schwierigen Umfeld für den Immobiliensektor hat sich der Rückgang der Wohnimmobilienverkäufe in China im Dezember beschleunigt. Nach einem Rückgang von 29,6% im November sank der Wert der Neuhausverkaufe der 100 grössten Immobilienunternehmen im Jahresvergleich um 34,6% auf 451,3 Mrd. Yuan (64 Mrd. USD).

Weitere chinesische Behörden und staatsnahe Unternehmen im ganzen Land haben ihre Beschäftigten angewiesen, keine iPhones und anderen ausländischen Geräte – zum Beispiel von Samsung – mit zur Arbeit zu bringen. Bei diesem Schritt handelte es sich um eine grösser angelegte Massnahme als im September, als der nur eine kleine Anzahl staatlicher Behörden in Peking und Tianjin ihre Beschäftigten aufforderte, ausländische Geräte zu Hause zu lassen. Berichten zufolge erwägt die US-Regierung, die Zölle auf einige chinesische Waren anzuheben. Das wäre eine Abkehr von früheren Diskussionen über eine mögliche Senkung der Zölle (Quelle: Wall Street Journal). Im Fokus stehen chinesische Elektrofahrzeuge, Solarprodukte und EV-Batterien, um die Erneuerbare-Energie-Industrie in den USA zu schützen. Wir sind weiterhin nicht in Festlandchina investiert.

Wir sind der Meinung, dass China viele tief verwurzelte Probleme hat – darunter sein politisches System, seine Schuldenlast und eine negative demografische Entwicklung – und von Handelspartnern, Direktinvestoren und Portfolioanlegern mit zunehmendem Misstrauen betrachtet wird

Ausblick 2024

In diesem Jahr dürften zwei gegenläufige Kräfte auf die Märkte einwirken. Die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik der weltweiten Zentralbanken könnte zu höheren KGVs und Kursgewinnen führen. Gleichzeitig könnten ein schwächeres Wirtschaftswachstum und steigende Arbeitslosenzahlen in wichtigen Märkten wie den USA auf die Gewinne vieler Unternehmen drücken. Obwohl der Inflationsdruck nachgelassen hat, könnte die nächste Phase dieses Zyklus von einem schwächeren Wachstum geprägt sein, wenn die verzögerte Bremswirkung der jüngsten Zinserhöhungen voll zum Tragen kommt. Dennoch rechnen wir bei vielen der von uns gehaltenen Unternehmen mit steigenden Gewinnen und Dividenden. Dazu gehören Positionen in Technologieunternehmen, für die 2023 bislang schwierig war, deren Gewinne sich im Jahr 2024 jedoch erholen dürften. Infrastruktur-, Immobilien- und Telekommunikationstitel dürften von einer Zinspause profitieren, vor allem wenn diese mit einem weiteren Rückgang der Anleiherenditen einhergehen sollte.

Quelle: InvestmentWorld


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