Raiffeisen Börse täglich : Angriffe des Irans auf die Flüssiggasanlagen in Katar und die Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump verstärkten gestern die Sorgen, dass ein Energiekrieg entsteht.
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DER TAG | Etwas Entspannung zum Handelsstart
Nach dem gestrigen Abverkauf an den wichtigsten Börsen in Europa, dürfte der Handel heute mit Aufschlägen startenauch in der Schweiz. Für etwas Entspannung sorgen Aussagen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, wonach Militärschläge Irans Fähigkeit zur Anreicherung von Uran zerstört hätten und der Krieg sehr viel schneller enden werde als viele glaubten.
SCHWEIZ | Abgaben auf breiter Ebene
Angriffe des Irans auf die Flüssiggasanlagen in Katar und die Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump verstärkten gestern die Sorgen, dass ein Energiekrieg entsteht. Es zeige sich immer mehr, dass die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten wesentlich dramatischer seien als zu Beginn des Kriegs an den Märkten eingepreist wurde, kommentierte ein Marktbeobachter. Der Konflikt verlagere sich nun auf die globale konjunkturelle Ebene. Vor dem Iran-Krieg seien viele institutionelle Investoren abgesichert gewesen und hätten lediglich mit einer ein paar Tage dauernden militärischen Eskalation gerechnet. Inzwischen sind die Folgen für die Börse dramatisch. Seit Kriegsbeginn summiert sich der Einbruch auf 11%. An anderen wichtigen europäischen Märkten ging es ähnlich stark bergab. Im SMI wurden konjunkturanfällige Werte sowie Titel aus vor allem energieintensiven Sektoren wie Sika (-6.6%), Geberit (-4.1%) und Holcim (-3.3%) massiv abgestossen. Auch die Schwergewichte kamen deutlich unter die Räder: allen voran Roche (-2.9%), aber auch Novartis (-2.2%) und Nestlé (-1.7%) standen auf der Verkaufsliste.
GLOBAL | Der US-Finanzminister beruhigte die Märkte
Der weiter eskalierende Krieg im Nahen Osten und die anhaltenden Angriffe auf die Energie-Infrastruktur hatten den Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent gestern zunächst bis auf knapp 119 Dollar nach oben getrieben. Doch mit Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent gaben die Ölpreise ihre Gewinne wieder ab und schmälerten die Verluste an der Wall Street. Bessent hatte erklärt, die USA könnten die Sanktionen gegen iranisches Öl auf See aufheben und mehr Öl aus ihren strategischen Reserven freigeben, um die Preise zu dämpfen. Die Europäische Zentralbank hat derweil nicht an der Zinsschraube gedreht, jedoch laut Marktbeobachtern interessante Aussagen zu ihren konjunkturellen Perspektiven getroffen: Die Wachstumsaussichten für 2026 und 2027 wurden reduziert, und gleichzeitig wurden die Inflationsaussichten angehoben.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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