Raiffeisen Börse täglich : Für die Aktienmärkte zeichnet sich ein tiefroter Start in die neue Handelswoche ab. Der Krieg im Iran hält mittlerweile seit gut einer Woche an. Eine klare Strategie zeichnet sich bislang nicht ab
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DER TAG | Börsen weiter auf Talfahrt
…Die Spannungen verschärften sich, nachdem im Iran der Sohn von Ajatollah Ali Khamenei, Mojtaba Khamenei, zum Nachfolger seines Vaters und damit zum Obersten Führer ernannt wurde. Dies signalisiere, dass die Hardliner in Teheran die Kontrolle behalten.
SCHWEIZ | Comet stürzte ab
Am letzten Handelstag der Woche drückten die erneut stark gestiegenen Ölpreise auf die Stimmung, weil dies Inflationssorgen schürt. Zudem fiel der US-Arbeitsmarktbericht für Februar schlechter als erwartet aus, was zusätzliche Konjunktursorgen hervorrief. Zusätzlich dürfte der festere Franken kursbremsend gewirkt haben, weil er Exporte aus der Schweiz verteuert. Wie der US-Dollar war der Franken als sicherer Hafen gesucht. Nur Swisscom (+0.5%) und Nestlé (+0.1%) schafften es ins Plus. Die Papiere des Nahrungsmittel- Herstellers profitierten von seiner generell defensiven Ausrichtung und der News, dass zumindest der Tod eines Babys in Frankreich nicht im Zusammenhang mit der Verunreinigung von Nestlé-Säuglingsmilch durch ein Toxin steht. Ein harsches Minus erfuhren Comet (-17%), aber auch Mobilezone (-6.7%) oder Coltene (-7.0%) verloren deutlich.
GLOBAL | KI-Sorgen flammen wieder auf
Der Dow Jones Industrial fiel am Freitag angesichts der Forderung des US-Präsidenten nach einer «bedingungslosen Kapitulation» des Iran zeitweise auf ein Tief von Ende November 2025. Die Hisbollah im Libanon betonte unterdessen erneut ihre Kampfbereitschaft. Das sorgte dafür, dass die Öl- preise ihren Höhenflug beschleunigten und so Inflations- und Konjunktursorgen befeuerten. Der überwiegend mit Technologie-Aktien bestückte Nasdaq 100 wurde von neuen Sorgen rund um KI-Aktien erfasst. Nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte, dass Oracle und der KI-Chatbot- Entwickler OpenAI ihre gemeinsamen Pläne zur Erweiterung eines Vorzeige-Rechenzentrums für Künstliche Intelligenz (KI) aufgegeben haben, flammten erneut Ängste unter den Anlegern auf. Denn begründet wurde das Aus damit, dass sich die Verhandlungen über die Finanzierung und die Anforde- rungsänderungen von OpenAI zu sehr in die Länge gezogen hätten. Nun dürfte die Komplexität in den Vordergrund rücken, die die Errichtung der Milliarden von Dollar kostenden KI-Rechenzentren mit sich bringt.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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