Raiffeisen Börse täglich : Die internationalen Finanzmärkte blieben auch gestern im Bann des Iran-Krieges.
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DER TAG | Börse zum Start tiefrot erwartet
Der Handel an der hiesigen Börse wird auch heute voraussichtlich von den Auswirkungen des Irankrieges belastet. Zum Start wird der Aktienmarkt tiefrot erwartet. Die Eskalation der Angriffe auf Öl- und Gasinfrastruktur im Persischen Golf nehmen zu und verschärfen die globale Energiekrise. Nach dem gestrigen Zinsentscheid der Fed erwarten Analysten, dass heute auch die Bank of England, die EZB und die SNB die Leitzinsen unverändert lassen.
SCHWEIZ | SMI rutschte deutlich ins Minus
Die internationalen Finanzmärkte blieben auch gestern im Bann des Iran-Krieges. Während der Ölpreis weiter nach oben zeigt, verlieren die Aktienmärkte tendenziell immer mehr an Boden. So auch der hiesige Aktienmarkt, der nach einem insgesamt recht freundlichen Start bis zum Schluss stark an Terrain einbüsste. Andere europäische Aktienindizes schlossen ebenfalls mehr oder weniger deutlich im Minus. Der Grund für das überdurchschnittliche Minus im SMI waren die Abgaben bei den grossen defensiven Schwergewichten. So verloren Nestlé 3.6%, Roche PS 2.8% und Novartis 1.9%. Als Erklärung wurden im Markt zwei unterschiedliche Interpretationen genannt. So seien vor allem am Morgen konjunktursensitive Titel und Finanzwerte stark gesucht gewesen, während die defensiven Titel gemieden worden seien. Andere Marktteilnehmer interpretierten die grossen Abgaben eher mit Absicherungstransaktionen über die Index-Futures.
GLOBAL | Inflationssorgen sind zurück
Inflationssorgen haben die New Yorker Börsen gestern wieder eingeholt. Neben den anhaltenden Angriffen im Iran-Krieg und dem davon angetriebenen Ölpreis wurden auch die Erzeugerpreise und Aussagen von Jerome Powell im Rahmen des Zinsentscheids zur Belastung. Der US-Notenbankpräsident sagte, dass steigende Ölpreise den Preisdruck erhöhen und das US-Wachstum beeinträchtigen könnten. Die Fed hat die Zinsen wie mehrheitlich erwartet in der Spanne zwischen 3.50 und 3.75% bestätigt. In seiner Pressekonferenz erklärte Powell, die derzeitige Haltung in der Geldpolitik sei «angemessen, um unsere Ziele zu erreichen». Die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten seien ungewiss. «Die höheren Energiepreise werden die Inflation antreiben, aber es ist noch zu früh, um das Ausmass abzuschätzen», sagte Powell. Unter den Einzelwerten wurden Gewinner an den US-Börsen im Tagesverlauf seltener. Eine Ausnahme im Dow waren die Titel des Ölkonzerns Chevron, die mit einem Anstieg um 0.3% zumindest leicht vom Preisanstieg bei Rohöl profitieren konnten.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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